Schweinehaltung.Foto: iStock

Krisensitzung: Deutschland droht massives Wegbrechen der Schweinehaltung

Epoch Times15. September 2021 Aktualisiert: 15. September 2021 15:41
Die Lage für die Landwirte in Deutschland spitzt sich zu. Heute findet eine virtuelle Krisensitzung mit Bundesministerin Klöckner statt, um Lösungen für die Schweinehaltung in Deutschland zu erörtern. Immer mehr Schweinehalter spielen angesichts wachsender Anforderungen durch die Politik mit dem Gedanken aufzugeben.

Bundesministerin Klöckner hat für Mittwoch (15. September) kurzfristig mit Verbänden und Unternehmen der Lebensmittelkette in der Fleischwirtschaft  ein virtuelles Branchentreffen angesetzt. Dabei sollen die bestimmenden Faktoren für die gegenwärtige Krise analysiert werden. Außerdem soll über geeignete Unterstützungsmaßnahmen beraten werden, die kurzfristig zur Bewältigung der Krise beitragen können.

BBV-Präsident Heidl hat bereits Ende August Verantwortliche aus der Wertschöpfungskette, aus Politik und Beratung zu einem Krisengespräch am 17. September eingeladen, um über die aktuell verheerende Lage der Schweinehalter zu beraten und Perspektiven für die bayerische Schweinehaltung auszuloten. Fast alle der eingeladenen Verantwortlichen haben ihre Teilnahme zugesagt, unter anderem Vertreter von Rewe, Lidl und Kaufland zugesagt.

Viele Schweinehalter geben auf

Eine aktuelle Umfrage bei „agrarheute“ zeigt: Fast 80 Prozent der Schweinehalter sind verunsichert, wie es weitergehen soll beziehungsweise planen konkret den Ausstieg aus der Schweinehaltung. In den letzten 10 Jahren hat bereits fast die Hälfte der bayerischen Schweinehalter aufgegeben.

BBV-Präsident Heidl fordert für die anstehenden Gespräche „ein Bekenntnis der Marktakteure zur deutschen Herkunft bei Frischfleisch und bei verarbeiteten Produkten. Und dies muss sowohl im Lebensmitteleinzelhandel wie auch im Außer-Haus-Verzehr umgesetzt und aktiv beworben werden.“

Außerdem seien in der Vermarktung mehr Angebote für die Erzeuger zu verbindlicher Partnerschaft auf Augenhöhe nötig. Gleichzeitig müsse die Politik endlich ein Gesamtkonzept für eine Zukunftsperspektive der Nutztierhaltung umsetzen. Heidl: „Beides brauchen die Schweinehalter dringend, um eine tragfähige Basis insbesondere für Investitionen in mehr Tierwohl zu haben.“

Die Zahl der schweinehaltenden Betriebe in Bayern ist insgesamt rückläufig. Hielten im Mai 2010 noch 7.600 Betriebe mindestens 50 Schweine und 10 Zuchtsauen, so waren es im Mai 2021 nur noch 4.200 Betriebe. Das ist ein Rückgang von fast 45 Prozent. Auch die Tierzahlen sind rückläufig: Der Schweinebestand sank von 3.527.300 Schweinen (2010) auf 2.898.000 Tiere 2021. Das entspricht einem Minus von fast 18 Prozent. (bbv/nh)



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