Höchstens noch ein Mini-Wachstum: Deutsche Exporte im August deutlich geschrumpft

Epoch Times10. Oktober 2019 Aktualisiert: 10. Oktober 2019 10:00
Deutschland exportierte im August erheblich weniger, auch die Importe gingen zurück. Im Vergleich zum August des Vorjahres sanken sowohl die Ausfuhren in die EU-Staaten als auch in Drittländer außerhalb der Europäischen Union.

Deutschlands Exporte sind im August im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich zurückgegangen. Insgesamt wurden Waren im Wert von 101,2 Milliarden Euro exportiert, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Das sind 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Vormonat Juli 2019 betrug der Rückgang kalender- und saisonbereinigt 1,8 Prozent.

Die Importe gingen binnen eines Jahres um 3,1 Prozent auf 85,0 Milliarden Euro zurück. Die Außenhandelsbilanz, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, schloss damit mit einem Überschuss 16,2 Milliarden Euro ab – weniger als im August 2018, als sich der Saldo in der Außenhandelsbilanz auf 17,6 Milliarden Euro summiert hatte. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im August 2019 bei 18,1 Milliarden Euro.

Im Vergleich zum August des Vorjahres sanken sowohl die Ausfuhren in die EU-Staaten als auch in Drittländer außerhalb der Europäischen Union. In die Mitgliedstaaten wurden Waren im Wert von 57,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 47,2 Milliarden Euro von dort importiert  – ein Rückgang um 3,3 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent.

In die Drittländer gingen die Ausfuhren um 4,8 Prozent auf 43,7 Milliarden Euro zurück. Die Importe aus Ländern außerhalb der EU gingen um 3,6 Prozent auf 37,8 Milliarden Euro zurück.

Das laufende Jahr erreicht höchstens ein Mini-Wachstum

Der Außenhandelsverband BGA hatte jüngst seine Prognose für dieses Jahr nach unten korrigiert. „Wir müssen das laufende Jahr 2019 wohl abschreiben und uns mit einer schwarzen Null im Export zufriedengeben“, sagte der BGA-Präsident, Holger Bingmann. Maximal sei noch mit einem Mini-Wachstum von 0,5 Prozent zu rechnen.

Im Sommer hatte der BGA noch mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet. In den ersten acht Monaten waren die Ausfuhren nach Angaben der Wiesbadener Behörde leicht um 0,4 Prozent auf 882,6 Milliarden Euro gestiegen. (afp/dpa)

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