Ein metallverarbeitendes Unternehmen. Symbolbild.Foto: iStock

Mittelstand: Firmen würden Stopp russischer Gas-Lieferungen nicht verkraften

Epoch Times28. April 2022 Aktualisiert: 28. April 2022 9:58

An dieser Stelle wird ein Podcast von Podcaster angezeigt. Bitte akzeptieren Sie mit einem Klick auf den folgenden Button die Marketing-Cookies, um den Podcast anzuhören.

Der deutsche Mittelstand sorgt sich vor einem möglichen Stopp der russischen Gas-Lieferungen. „Eine gestörte Gasversorgung hätte kaum kalkulierbare Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes“, sagte der Vorsitzende des Mittelstandsverbands BVMW, Markus Jerger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnerstag. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen hätten in solch einem Fall „kaum Chancen, ihre Produktion schnell und flexibel zu verlagern“.

Derzeit sei die Versorgungslage in Deutschland zwar stabil, jedoch habe der russische Lieferstopp nach Polen und Bulgarien gezeigt, „dass wir jederzeit auf das Schlimmste gefasst sein müssen“, sagte Jerger. Es komme jetzt darauf an, die Versorgungssicherheit für den nächsten Winter zu gewährleisten. Schnelle Investitionen in den Aufbau nationaler Reserven seien daher „unumgänglich“, außerdem müssten langfristig gesehen die erneuerbaren Energien „schneller und konsequenter“ ausgebaut werden.

Der russische Energieriese Gazprom hatte am Mittwoch seine Gas-Lieferungen an Polen und Bulgarien eingestellt und dies mit der Weigerung dieser beiden EU-Länder begründet, das von Russland geforderte Zahlungssystem zu nutzen. Die Bundesnetzagentur sieht für Deutschland derzeit keine Probleme bei der Gasversorgung, beobachtet die neue Lage aber „sehr genau“.

Hierzulande wird angesichts des Ukraine-Kriegs immer wieder die Forderung eines Boykotts russischer Gaslieferungen laut. Die Bundesregierung lehnt das bislang ab und verweist darauf, zuletzt ihre Bemühungen drastisch verstärkt zu haben, von russischem Gas schrittweise unabhängig zu werden. (afp/dl)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion