Diese Unternehmen haben vom „Kampf gegen den Klimawandel“ reichlich profitiert

Das Finanzportal Bloomberg hat eine Rangliste von Personen erstellt, die der „Kampf gegen den Klimawandel“ reich gemacht habe. Es werden nur Wirtschaftsunternehmen aufgezählt. Ein Großteil davon befindet sich in China, die Mehrzahl profitiert auch von Subventionen.
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Elon Musk, Mitgründer und Chef von Elektroauto-Pionier Tesla hat vom "Kampf gegen den Klimawandel" am meisten profitiert.Foto: Uli Deck/dpa
Von 25. Januar 2020

Ein Bloomberg-Ranking, dessen Ergebnisse das „Manager-Magazin“ dokumentiert, soll zum einen den Behauptungen von „Klimaschutz“-Aktivisten wie Greta Thunberg etwas entgegensetzen, die stetig klagen, Politik und Wirtschaft würden zu wenig gegen die angeblich menschengemachte Erderwärmung unternehmen.

Gleichzeitig soll die Auflistung von Personen und Unternehmen, die mit Geschäftsideen reich geworden sind, die einen Bezug zu erneuerbaren Energien oder ökologischen Belangen haben, offenbar auch dazu beitragen, dem Argwohn gegenzusteuern, „Klimaschutz“ müsse zwangsläufig in eine staatliche Kommandowirtschaft führen, in der kein Platz mehr für unternehmerische Freiheit bleibe.

Der prominenteste Name auf der Liste ist der von Elon Musk, Mitgründer und Chef von Elektroauto-Pionier Tesla. Er liege, so Bloomberg, mit einem Gesamtvermögen von 27,6 Milliarden US-Dollar zum Stichtag 31.12.2019 auf Platz 2 der Liste hinter dem Gründer des chinesischen Batterieherstellers CATL, Zeng Yuhun, der unter anderem Daimler, Toyota, BMW und Volvo mit Akkus für Elektroautos beliefert.

„Erträge durch Klimaschutz“ extensiv ausgelegt

Musks Vermögen aus „grünen“ Aktivitäten liege bei 14,6 Milliarden US-Dollar. Yuhuns aus – häufig wenig ökologisch hergestellten – Batterien für E-Autos stammendes Vermögen beläuft sich auf 16,7 Milliarden US-Dollar.

Mit 7,3 Milliarden US-Dollar aus „grüner“ Wirtschaftstätigkeit rangiert der Gründer des ostfriesischen Windanlagenherstellers Enercon, Aloys Wobben, auf Platz 3. Im Jahr 2018 lag sein Weltmarktanteil bei sechs Prozent. Mittlerweile dürfte das Vermögen zurückgegangen sein: Enercon hat jüngst die Entlassung von 3000 Mitarbeitern angekündigt.

Der australische Unternehmer Anthony Pratt, der mit 6,8 Milliarden US-Dollar auf Platz 4 liegt, verdient sein Geld gar nicht mit Produkten rund um Mobilitäts- oder Energiewenden, sondern mit Wellpappe und recyceltem Papier – also klassischen Innovationen zur Ressourcenschonung, die bereits seit Jahrzehnten bekannt sind.

Von den Plätzen 5 bis 10 gehen zwei an chinesische Hersteller von Solaranlagen und einer an einen chinesischen Hersteller von Elektroautos. Zudem werden noch der spanische Wind- und Solaranbieter Acciona, das thailändische New-Energy-Konglomerat Energy Absolute und das US-Start-up Nikola Motor gelistet, das mit Wasserstoff betriebene Trucks herstellt.

Reichtum steht und fällt vielfach mit staatlichen Subventionen

In Summe zeichnet sich ab, dass eine Vielzahl jener Unternehmer, die durch „grüne“ Geschäftsideen zu Vermögen gekommen sind, in hohem Maße von staatlichen Subventionen profitierte. Dies betrifft nicht nur die chinesischen Unternehmen, sondern auch europäische wie Enercon oder Acciona. Wie das Beispiel Enercon zeigt, können diese Unternehmen schnell in Krisen geraten, wenn es nicht mehr gelingt, den Markt zu überlisten. Bereits im Verlaufe der 2010er Jahre bekamen das einst hoffnungsfroh gestartete Gründungen wie Solarworld oder Q-Cells zu spüren.

Was zusätzlich auffällt: Auf der Liste von Personen, die durch den „Kampf gegen den Klimawandel“ reich geworden seien, befinden sich ausschließlich Unternehmer. Eine Bloomberg-Liste über Politiker, Experten, Forschungsinstitute oder NGOs, denen der „Klimaschutz“ deutliche Vermögenszuwächse eingebracht hat, ist bis dato nicht bekannt.



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