Familienunternehmer verstehen Altmaiers Ideen als „Kampfansage“ an den Mittelstand

Epoch Times7. April 2019 Aktualisiert: 7. April 2019 11:43
Unter Managern und Unternehmern ist der Frust über Wirtschaftsminister Altmaier groß. Sie werfen ihm Untätigkeit vor. Dieser kündigte eine Mittelstandsstrategie an – doch "davon haben wir nie wieder gehört".

Mittelständische Unternehmen haben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Untätigkeit vorgeworfen. „Er hat eine Mittelstandsstrategie angekündigt, davon haben wir nie wieder gehört“, sagte Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands der Familienunternehmen, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Stattdessen verfolge  Altmaier „eine Anti-Mittelstandspolitik“.

Nach einer „F.A.S“-Umfrage unter Managern und Unternehmern ist der Frust über den Minister in der Wirtschaft groß. Von „Fehlbesetzung“ bis „Totalausfall“ reiche das Urteil.

Die Kritik entzündet sich unter anderem an Altmaiers Konzept für Industriepolitik. Altmaier hatte im Februar seine „Nationale Industriestrategie 2030“ vorgestellt, in der er weitgehende Eingriffsmöglichkeiten für den Staat zum Schutz der Industrie fordert. Auch die stärkere staatliche Förderung von Innovationen und die Ansiedlung von Schlüsseltechnologien in Deutschland und Europa ist vorgesehen.

Demonstration gegen diese Strategie des Wirtschaftsministers

Die Familienunternehmer verstehen Altmaiers Ideen demnach als „Kampfansage“ an den Mittelstand und wollen ihn dem Bericht zufolge nicht als Redner auf ihrem Jubiläumstreffen Anfang Mai dabei haben.

Der Minister wurde ausdrücklich nicht eingeladen. Statt dessen forderte der Verband seine Mitglieder in der Einladung auf, die 70-Jahr-Feier zur „Demonstration gegen diese Strategie des Wirtschaftsministers zu machen“.

Der Verband spricht mit Blick auf Altmaier von einem „gewaltigen Kollateralschaden für seine Partei“.

„Wirtschaftskompetenz als Markenkern der CDU ist im Kabinett mit keinem Gesicht mehr verbunden.“ Der Verband der Familienunternehmen vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von 180.000 Familienunternehmern in Deutschland. (afp)

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