Sieben Jahre lang stritt sich ein Bündnis aus Amazonasstaaten mit dem Internet-Einzelhändler Amazon um dessen Namen. Jetzt hat sich die Internet-Adressverwaltung Icann auf die Seite von Amazon geschlagen.Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Kurioser Namensstreit: US-Konzern Amazon gewinnt gegen Amazonas-Staaten

Epoch Times21. Mai 2019 Aktualisiert: 21. Mai 2019 12:23
Im jahrelangen Streit zwischen mehreren südamerikanischen Ländern im Einzugsgebiet des Amazonas und dem Onlineriesen Amazon hat sich die Internet-Adressverwaltung Icann nun auf Seite des US-Unternehmens geschlagen.

Im jahrelangen Streit zwischen mehreren südamerikanischen Ländern im Einzugsgebiet des Amazonas und dem Onlineriesen Amazon hat sich die Internet-Adressverwaltung Icann nun auf Seite des US-Unternehmens geschlagen. Amazon habe das Recht, die Internetendung „.amazon“ zu nutzen, entschied Icann. Am Montag begann noch eine 90-tägige Frist für öffentliche Kommentare, wie es die Icann-Regeln vorsehen.

Amazon hatte 2012 die Internetendung sowie zwei Versionen des Namens zur weltweiten Nutzung beantragt. Ein Staatenbündnis mit Brasilien an vorderster Front protestierte: „Wegen seiner untrennbaren semantischen Beziehung zum Amazonas-Regenwald sollte diese Domain in keinster Weise das Monopol eines Unternehmens sein“, argumentiert das brasilianische Außenministerium.

Sieben Jahre lang stritt sich das Staatenbündnis um eine gütliche Einigung

Sieben Jahre stritt sich das Staatenbündnis mit Amazon um eine gütliche Einigung. Icann verlor nun die Geduld: Die Streitparteien seien nicht in der Lage gewesen, eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu finden noch sich auf eine Verlängerung für weitere Gespräche zu einigen, teilte die Organisation mit. Daher mache Icann nun den nächsten Schritt.

Die Internet-Adressverwaltung verwies auf die Zusicherung des Online-Händlers, die Endung „.amazon“ nicht zu verwenden, wenn es einen klaren Zusammenhang mit dem Amazonas gebe. Die Staaten im Einzugsgebiet des Amazonas können demnach zudem mehrere vom Wort Amazon abgeleitete Endungen „zu nicht-kommerziellen Zwecken“ nutzen.

Das brasilianische Außenministerium bedauerte die Icann-Entscheidung am Montag. Die Adressverwaltung habe das „öffentliche Interesse“ von acht Staaten Südamerikas nicht ausreichend berücksichtigt – insbesondere die Notwendigkeit, das kulturelle, symbolische und Natur-Erbe der Amazonasregion und der dort lebenden Menschen zu schützen und zu fördern.  (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion