Gas.de liefert nicht – Kunden sollen Überweisungen stoppen

Das Unternehmen gas.de hat zum Dezember seine Lieferungen aufgrund von stark erhöhten Kosten eingestellt. Die Verbraucherzentrale NRW wendet sich nun mit Ratschlägen an Betroffene.
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Der Gaspreis für Lieferungen hat sich in diesem Jahr deutlich erhöht.Foto: iStock
Epoch Times7. Dezember 2021

Nach der Einstellung der Gaslieferungen an Haushaltskunden durch die bundesweit tätigen Marken gas.de und Grünwelt raten Verbraucherschützer, Einzugsermächtigungen und Daueraufträge zu kündigen.

Anschließend solle man die aktuellen Zählerstände an den zuständigen Grundversorger melden, sagte Energierechtsexperte Holger Schneidewindt von der Verbraucherzentrale NRW am Dienstag in Düsseldorf. Als Grundversorger gilt das Unternehmen, das in einem Netzgebiet die meisten Kunden beliefert.

Einige Strom- und Gasanbieter hatten zuletzt mitgeteilt, dass sie trotz laufender Vertragsverhältnisse die Belieferung einstellen werden. Um die Weiterbelieferung etwa mit Gas müssten Verbraucher sich nicht kümmern, heißt es bei Verbraucherschützern.

Man falle automatisch in die „Ersatzversorgung“. Dabei zahlten Kunden den örtlichen Grundversorgungstarif, so Schneidewindt. „Sollten Sie nicht erneut wechseln, gehen Sie drei Monate später automatisch in den Grundversorgungstarif über“, erklärte das Vergleichsportal Check24.

Lieferung im Dezember eingestellt

Das im rheinischen Kaarst ansässige Unternehmen gas.de Versorgungsgesellschaft hatte nach eigenen Angaben seine Gaslieferungen mit Ablauf des 2. Dezembers eingestellt. Als Grund gab die Firma eine „nie dagewesene Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen“ an.

Zuletzt habe sich der Gaspreis für Lieferungen in der kommenden Winterzeit in der Spitze um mehr als 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dies sei nicht vorauszusehen gewesen.

Das Unternehmen kündigte unter der Überschrift „Beendigung von Erdgaslieferverträgen“ eine „sachgerechte“ Abwicklung der Kundenbeziehungen an. „So werden wir im Rahmen der Endabrechnung Ihnen zustehende Guthaben sowie auch (zeitanteilig) Neukundenboni an Sie auszahlen“, hieß es auf einer Internetseite der beiden Marken.

Dies solle innerhalb von sechs Wochen nach Liefereinstellung geschehen. Stromkunden von Grünwelt Energie sind laut dem Vergleichsportal Verivox nicht betroffen. (dpa/dl)



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