Asien mit seinen Wüstengebieten ist reich an Fossilien, die nach und nach mit den Sandverwehungen freigegeben werden. Das Dinosauriermuseum Zigong in der südwestlichen chinesischen Provinz Sichuan wurde direkt auf einem 160 Millionen Jahre alten Dinosaurierfriedhof errichtet, dem auch das Skelett auf dem Foto, von dem gerade ein Replikat hergestellt wird, entnommen wurde. Hier legten sich einst zahllose Tiere zum Sterben nieder und es entstand ein Gräberfeld von schätzungsweise 30.000 Quadratmetern. Obwohl das Grab schon 1972 entdeckt wurde und ein Team von Geologen sich daran machte die Unmenge von Skeletten zu untersuchen, wurde bis heute gerade mal ein Drittel der Fläche freigelegt. Zwischen 1966 – 1976 befand sich China in den Wirren der Kulturrevolution und das Grab war erst einmal ignoriert worden. (GOH CHAI HIN/AFP/Getty Images)

Riesiges Dinosauriergrab in Asien entdeckt

Epoch Times14. Dezember 2006 Aktualisiert: 14. Dezember 2006 15:59

Kürzlich wurde in Erlianyanchi, in der Autonomen Region der Inneren Mongolei, eine gewaltige Menge an Dinosaurierfossilien gefunden. Nach der Freilegung von Skeletten der unterschiedlichsten Größen auf einer Fläche von zirka 80 Quadratmetern gehen Wissenschaftler davon aus, dass es sich dabei um die bisher größte Fundstelle in Asien handeln könnte. Die Artefakte dieses „Dinosauriergrabes“ dürften dazu beitragen, das rätselhafte Verschwinden der Tiere in der Kreidezeit besser zu verstehen.

Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, seien die Funde in ihrer natürlichen biologischen Formation erhalten geblieben. Man habe sowohl fleisch- als auch pflanzenfressende Arten lokalisiert, die sich in der Zeitfolge überlappen, also zur gleichen Zeit existierten. Eine äußerst seltene Situation und deshalb für die Wissenschaftler interessant, da schwierig einzuordnen.
Man habe zehn komplette Skelette verschiedener Größen – das größte davon zehn Meter lang und das kleinste etwas mehr als einen Meter – gefunden, heißt es in dem Bericht. Darunter befände sich auch ein Schädel einer Rarität. Die Funde wurden unter einer sieben Meter hohen Sanddüne entdeckt.

Die Grabungen wurden zwischenzeitlich eingestellt, um erst einmal einzelne Individuen ausmessen zu können. Der Fund dürfte sich aber noch über mehrere 100 Quadratkilometer erstrecken und für die Wissenschaft von höchster Bedeutung sein. Es sollen weitere Experten eingeladen worden sein zur genaueren Untersuchung der Entstehung der Gräberformation.

Ein weiteres interessantes Detail des Berichtes: Das Gräberfeld Erlianyanchi soll erst während der Spätphase der Kreidezeit, etwa vor 65 bis 70 Millionen Jahren, entstanden sein. Was genau der Periode entspräche, in der die Dinos so plötzlich ausstarben. Auf interessante neue Forschungsergebnisse darf man also hoffen.

(jel/ept)



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