Iran: Teile von Teheran senken sich wegen Wasserentnahme bedrohlich ab

Epoch Times6. Dezember 2018 Aktualisiert: 6. Dezember 2018 16:30
Aufgrund der übermäßigen Entnahme von Grundwasser haben sich Teile der iranischen Hauptstadt um mehrere Meter abgesenkt. Über einen Zeitraum von 14 Jahren sanken die Gebiete um teils 25 Zentimeter pro Jahr, stellten zwei Forscher des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam fest.

Teile der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich laut einer Studie in den vergangenen Jahren aufgrund der übermäßigen Entnahme von Grundwasser gefährlich abgesenkt. Zwischen 2003 und 2017 seien drei Gebiete in Teheran um jeweils mehrere Meter gesunken, schrieben Forscher des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam in einer Studie im Fachjournal „Remote Sensing of Environment“ laut einer Mitteilung des Instituts von Donnerstag.

Die beiden Forscher Mahdi Motagh und Mahmud Haghshenas Haghighi werteten für die Studie die Daten von vier Radarsatelliten-Systemen über einen Zeitraum von 14 Jahren aus. Laut ihren Recherchen sanken die Gebiete um teils 25 Zentimeter pro Jahr. Dies habe zur Folge, dass sich Spalten im Boden und Risse in den Wänden gebildet hätten. Auch sei die Aufnahmefähigkeit der Grundwasserbecken teils irreversibel beschädigt.

Grund für das Absinken der Gebiete ist laut der Studie die übermäßige Entnahme von Grundwasser. Infolge des starken Anstiegs der Bevölkerung in Teheran sei dort auch die Zahl der Brunnen stark gestiegen, erklärten die Forscher.

Hinzu komme, dass während der Dürre der vergangenen Jahre der Niederschlag geringer als üblich ausgefallen sei. In der Folge sei in Teheran der Grundwasserspiegel zwischen 1984 und 2011 um zwölf Meter gesunken.

Insgesamt kämpft der Iran seit Jahren mit einem sich verschärfenden Wasserproblem. Die verstärkte Ausbeutung des Grundwassers für die Landwirtschaft und Eingriffe in die Wasserzirkulation durch Staudämme führen dazu, dass in vielen Gebieten der Grundwasserspiegel gefährlich gesunken ist. Schon seit Jahren schrumpft der Urmiasee im Nordwesten des Iran, während der Fluss Sajandeh Rud im zentraliranischen Isfahan seit Jahren kaum noch Wasser führt. (afp)

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