Feuerteufel in Berlin: Acht Brände in vier Tagen – Polizei nimmt Ermittlungen auf

Epoch Times29. Juni 2020 Aktualisiert: 29. Juni 2020 16:21
Gegen 2 Uhr morgens entdeckte eine Passantin einen brennenden PKW in Prenzlauer Berg und alarmierte die Feuerwehr. Trotz schnell eingeleiteter Löschmaßnahmen brannte der geparkte Tesla komplett aus. Ein danebenstehender Nissan Primera wurde ebenfalls stark beschädigt. Doch damit nicht genug.

Seit einer Woche hält ein Brandstifter die Polizei in Neukölln in Atem. Mehrfach hat es gebrannt. Mehrere Autos wurden angezündet.

Auch am Sonntag (28.6.) meldete die Berliner Polizei weitere Fahrzeugbrände in Neukölln – schon in der Nacht zuvor brannten mehrere Autos aus. In allen Fällen geht die Polizei von Vorsatz aus. Bei den Fahrzeugen handelte es sich unter anderem um einen Renault, einen VW und einen Mercedes. Alle Fahrzeuge brannten teilweise oder komplett aus. Bei anderen brennenden Wagen konnten die Einsatzkräfte das Feuer löschen. Ein Taxi, das neben dem Mercedes stand, wurde durch die Hitzeeinwirkungen beschädigt.

Auch in der Nacht zum Freitag (26.6.) fielen vier Autos unbekannten Brandstiftern zum Opfer. Eine kleine Flamme an einem Nissan Micra konnte noch vor Eintreffen der alarmierten Feuerwehr gegen 2 Uhr gelöscht werden. Wenige Meter entfernt brannte gegen 2:50 Uhr ein Skoda Fabia. Der danebenstehende Mercedes wurde „stark in Mitleidenschaft gezogen“, teilte die Polizei mit. Um 4:15 Uhr rückte die Feuerwehr erneut aus, nachdem ein Brand an einem Opel Vectra gemeldet wurde.

„Acht schwere Brandstiftungen in nur vier Tagen – und die Polizei ist offenbar machtlos“, heißt es in der „BZ“. Neben den Autobränden hätte der Täter noch auf einem Spielplatz gezündelt und die Habe eines Obdachlosen angesteckt. Auf die Frage, warum man den oder die Täter nicht zu fassen bekomme, sagte ein Ermittler laut „BZ“-Angaben vor Ort: „Wir haben dafür keine Zivilkräfte.“

Eine Anfrage der Epoch Times bei der Pressestelle der Berliner Polizei hingegen ergab, dass ein Brandkommissariat die Ermittlungen aufgenommen habe. Jeder Abschnitt habe Zivilfahnder, die nicht uniformiert und ohne Streifenwagen im Einsatz seien. Davon könne man auch im vorliegenden Fall ausgehen, erklärte Polizeipressesprecher Michael Maaß. Über den genauen Stand der Ermittlungen gab er keine Auskunft. (sua)

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