China will dem Smog den Riegel vorschieben. Aber wie? Der neueste Plan schlägt Hightech-Wettermanipulation vor.Foto: AFP / Getty Images

Chinas dicke Luft: Künstlicher Regen soll Smog vertreiben

Von 22. November 2013 Aktualisiert: 22. November 2013 8:59

Weil immer mehr chinesische Städte im Smog versinken, werden die Methoden im Kampf gegen die Luftverschmutzung immer kreativer: Der verstärkt auftretende Smog zwingt die Regierenden zum Handeln – oder zumindest, zum Pläne schmieden. Das chinesische Wetteramt legte vor Kurzem ein neues Arbeitsziel fest: Durch „Ausleihen von Regen und Wind“ soll Chinas Smog-Problem bis 2015 gelöst sein. Die Chinesen betrachten dies als Witz.

Klima-Manipulation und Städteplanung

Chinas Medien veröffentlichten den Plan, den das Wetteramt gegen die Luftverschmutzung verabschiedet hatte. Bis 2015 soll demnach durch künstlich erzeugten Regen und Wind der Smog aus Chinas Städten verbannt sein.

Doch wie funktioniert das Ganze? Falls die Vorraussetzung für Regen vorliegt, soll per Flugzeug oder Rakete ein Katalysator, wie zum Beispiel Trockeneis, in die Wolkenschicht geschossen werden, um Regen auszulösen. Der Regen soll den Feinstaub aus der Luft waschen und auf diese Weise Smog reduzieren. Das ist das sogenannte „Regen ausleihen“.

Für das „Wind ausleihen“ gibt es momentan noch keine wirksame künstliche Technologie. Das Wetteramt schlug deshalb vor, Chinas Städte so zu planen, dass in ihnen ein „Wind-Korridor“ frei bleibt. Dies würde bedeuten, dass in Zukunft auf dem Hauptwindpass einer Stadt kein hohes Gebäude mehr stehen darf. Die Pekinger Regierung lehnte diese Vision bereits ab – „nicht umsetzbar“ hieß es aus der dichtbebauten Hauptstadt.

Bürger nennen Plan „absurd“

Die Bekanntgabe des neuen Plans löste unter den Bürgern heftige Diskussionen aus. Der in Peking lebende Bürgerrechtler Hu Jia fand den Plan absurd. „Alle künstlichen Einflüsse auf das Klima bergen ein Risiko“, sagte er. „Wird der Regen-Katalysator nicht auch neue Verschmutzungen verursachen? Das hilft nicht von Wurzel her.“ Eine Frau Zhang aus Peking fand, dass die neuen Anti-Smog-Pläne ein Herumdoktorn an Symptomen sind. Sie sagte der EPOCH TIMES: „Die Behörden wollen die Bürger wieder veräppeln. Um den Smog wirksam zu bekämpfen, bräuchte man langfristige Umweltschutzaktionen. Die Kommunistische Partei will jedoch wie immer nur mit dem Himmel – sprich der Natur – kämpfen.“

Berieselung der Straßen mit Wasser

Im Kampf gegen den vermehrten Smog haben Chinas Stadtregierungen bereits verschiedene Methoden ausprobiert: So versuchte man in der westchinesischen Provinzhauptstadt Lanzhou, den Smog mit künstlicher Berieselung in den Griff zu bekommen. Seit September sprühten dort Transporter Wasser auf die Straßen, um die Luftverschmutzung einzudämmen. Täglich wurden über 10.000 Tonnen Wasser versprüht. Als die Temperaturen dort plötzlich unter Null sanken, vereiste das Wasser und verursachte ein Verkehrschaos.



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