Umerziehungsanstalt in Wuhan (Symbolbild).Foto: China Photos/Getty Images

Covid-19-Seuche greift auf Chinas Gefängnisse über – zahlreiche KP-Kader ausgetauscht

Epoch Times21. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 15:34
Die Lungenseuche Covid-19 verbreitet sich auch in Chinas Gefängnissen. Zahlreiche Partei-Kader wurden als Bauernopfer ausgetauscht.

In China sind auch mehrere Gefängnisse in verschiedenen Provinzen des Landes von der Lungenseuche Covid-19 betroffen.

In der Provinz Hubei, in der es besonders viele Infektionsfälle gibt, wurden bis Donnerstag insgesamt 271 Fälle in Strafvollzugsanstalten registriert. Das teilten die Behörden am Freitag mit. 220 dieser Fälle seien den Provinzbehörden bislang nicht bekannt gewesen.

Wuhan-Frauengefängnis meldet 230 Fälle

Nach Angaben des Pekinger Direktors für Gefängnisverwaltung im chinesischen Justizministerium, He Ping, wurden 230 Infektionen allein im Frauengefängnis von Wuhan (Provinz Hubei) registriert.  Der dortige Gefängnisdirektorin wurde entlassen, weil sie den Ausbruch der Epidemie nicht verhindern konnte. Darüber berichtete die Zeitung der Kommunistischen Partei in Hubei.

Weitere 41 Infizierte diagnostizierte man im Shayang-Hanjin-Gefängnis (Provinz Hubei) auf Covid-19.

Das Kommandobüro für die Prävention und Kontrolle der Epidemie der Stadt Jingmen (Provinz Hubei) schilderte bereits am 16. Februar in einem“Analysebericht über die Epidemiesituation der neuen Coronapneumonie in der Stadt Jingmen“, dass „die epidemische Situation an bestimmten Orten wie Gefängnissen zugenommen hat“.

Provinz-Shandong: Hohe Kader ausgetauscht

In der östlichen Provinz Shandong wurden laut Gesundheitskommission der Provinz im Rencheng-Gefängnis 200 Häftlinge sowie sieben Gefängniswärter positiv auf das Virus getestet. In einer Pressekonferenz am Morgen des 21. Februar teilte die Provinzregierung mit, dass ein Polizist des Gefängnisses bereits am Nachmittag des 12. Februar mit Husten ins Krankenhaus ging. Er wurde sogleich isoliert und getestet. Das Ergebnis stand am Abend des 13. fest: Coronavirus-Infektion. Am selben Tag testete man einen weiteren Gefängnispolizisten positiv. Zwei weitere Wärter wurden isoliert. Der Leiter der Justizbehörde von Shandong sowie sieben weitere ranghohe Kader wurden ausgetauscht:

  • Xie Weijun, Sekretär des Parteikomitees und Direktor des Justizministeriums der Provinz Shandong
  • Jiang Yunhua, stellvertretender Sekretär des Parteikomitees der Provinzgefängnisverwaltung
  • Wang Wenjie, stellvertretender Sekretär des Parteikomitees der Provinzgefängnisverwaltung
  • Liu Yishan, Mitglied des Parteikomitees und stellvertretender Direktor der Provinzgefängnisverwaltung
  • Liu Yonggang, stellvertretender Sekretär des Parteikomitees und politischer Kommissar des Stadtgefängnisses
  • Chen Weining, Mitglied des Parteikomitees des Stadtgefängnisses und stellvertretender Direktor des Gefängnisses
  • Deng Tihe, Mitglied des Parteikomitees des Stadtgefängnisses und stellvertretender Direktor des Gefängnisses (Probezeit)
  • Fang Defeng, Mitglied des Parteikomitees des Stadtgefängnisses und stellvertretender Direktor des Gefängnisses (Probezeit)

Provinz Zhejiang: Wärter als Superverbreiter

34 weitere Infektionen wurden aus dem Shilifeng-Gefängnis in der ostchinesischen Provinz Zhejiang gemeldet. Hier hatte ein Vollzugsbeamter laut der örtlichen Justizbehörde einen Besuch in Wuhan „bewusst verschwiegen“ und seine zunächst unentdeckte Infektion an viele andere Menschen weiter gegeben.

Gegenwärtig wurden der politische Kommissar und der Gefängnisdirektor des Shilifeng-Gefängnisses in der Provinz Zhejiang aus dem Amt entfernt.

Covid-19: Sorge um Uiguren-Lager

Im Exil lebende Uiguren haben bereits davor gewarnt, dass sich das neuartige Coronavirus schnell in den Internierungslagern mit Insassen der muslimischen Minderheit verbreiten könnten. Menschenrechtsorganisationen zufolge leben in den Lagern in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang mehr als eine Million Uiguren. (afp/yh/sm)

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