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Erntedank ist mächtig – auch im Hausgarten

Von 7. Oktober 2021 Aktualisiert: 1. Oktober 2021 10:14

Der Begriff „Erntedankfest“ ist ein mächtiger. Er ist aus drei einfachen Worten zusammengesetzt, die es in sich haben. „Ernte“, „Dank“ und das Wort „Fest“. Wenn wir diese Worte einmal im Einzelnen auf uns wirken lassen, so können wir bemerken, dass sie nichts Negatives mit sich tragen; im Gegenteil, sie entfalten eine sehr positive Energie. Hätte der japanische Wasserforscher Emoto diese Worte einmal auf seine Reagenzgläser geschrieben, so würden sicherlich recht schöne Wasser-Kristallbilder dabei entstanden sein. So ist es lohnenswert, sich einmal die Zeit zu nehmen und mit diesen Worten zu philosophieren.

Ernte

In einer Zeit, in der die digitalen Medien sehr stark unseren Alltag bestimmen und Informationen immer schneller durch unser Bewusstsein jagen, werden Ruhepunkte zu einem wertvollen Ausgleich. Als langjähriger Gärtner habe ich da so eine Idee: Wir können uns wieder mehr auf die festen, gegebenen Rhythmen in der Natur und die damit verbundenen Rituale besinnen. Die Natur zu beobachten bei täglichen Spaziergängen könnte hilfreich sein, oder sogar einen kleinen Garten zu bewirtschaften?

Im Jahreskreislauf sind wir nun im Herbst angekommen. Die heißen Sommermonate sind jetzt vorbei und die Tage werden kürzer. Im Hausgarten ist zu beobachten, dass die Blätter auf den Bäumen schon bunter werden, doch da hängen noch rotbackige Äpfel in den Ästen, die bald geerntet sein wollen. Im Gemüsegarten sind die Möhren, Roten Beeten und späten Kartoffeln auch reif, der Sellerie, die Zwiebeln… Sie alle würden den kalten Winter draußen nicht mögen!

Es ist also die Zeit für die Haupternte gekommen: Die Äpfel vom Baum holen, in Kisten packen und dann in den Keller. Die verschiedenen Rüben ins Erdlager. Kürbisse aufsammeln, waschen und ins warme Winterlager setzen, gerne auf dem Fenstersims und, und, und … so herrscht einige Stunden und Tage ein eifriges Tun.

Ernte bedeutet daher: Gemeinsame Arbeit, sich absprechen, zusammen in der Natur sein, der Atem dampft, sich viel bücken müssen und als Geschenk ein tiefer Schlaf in der Nacht.

Dank

Nach der Ernte können wir bestaunen, welche Schätze wir bekommen haben. Im Frühling und Sommer haben wir gesät, gehegt und gepflegt, doch müssen wir uns in einer ruhigen Minute eingestehen, dass wir es letztendlich nicht so richtig in der Hand gehabt haben, wie das Ergebnis nun ausgegangen ist.

So können wir eine Rückschau über das vergangene Jahr halten und uns überlegen: Haben die Wolken uns regelmäßig den nötigen Regen geschenkt? Hat uns die Sonne mit den für das pflanzliche Wachstum so wichtigen Sonnenstrahlen bedacht? Haben die Bienen und andere Insekten fleißig die Blüten auf den Bäumen bestäubt? Der erfahrene Hausgärtner weiß es: Ohne die „großen und kleinen Helfer“ geht im Garten gar nichts.

Es ist ein alljährliches Erleben, welches ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit entstehen lässt. Man darf sich vollständig beschenkt fühlen. Eine dankbare Grundhaltung einzuüben, gerade in den kleinen Dingen, gilt eh’ als das beste Medikament für ein sinnerfülltes und gesundes Leben.

Fest

Der Erntedank wird nun zum Fest auf vielen Ebenen. In der Küche wird die frische Gemüsesuppe zu einem Fest für den Gaumen. Welches Gemüse aus dem Supermarkt könnte diese Frische und solch ein Aroma erreichen? Das geht natürlich nur mit den eigenen Früchten aus dem Garten. „Unsere Kartoffeln sind die besten! Keine anderen können es jemals mit ihrem Geschmack aufnehmen!“ So herrscht beim Esstisch in der Gärtnersfamilie durchweg ein freudiges Bewerten und Beschmecken.

Das Erntedankfest wird in der christlichen Kirche festlich gefeiert, die Gemüsefrüchte werden vor den Altar gelegt und mit ins Gebet genommen. Wenn wir uns einmal in einem ruhigen Moment besinnen, so werden wir bemerken, dass wir gerne – auf unsere eigene persönliche Art und Weise – dabei mitfeiern wollen.



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