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Der Diabetes auf der Spur

Epoch Times1. November 2010
Neue Einflussfaktoren für die Diagnose von Typ-2-Diabetes

Der „HbA-Wert“ ist der wichtigste Blutwert für einen Diabetiker mit einer Typ-2-Diabetes. Jetzt hat ein internationales Wissenschaftler-Team neue genetische Faktoren gefunden, die die Konzentration von glykosyliertem Hämoglobin (HbA1C) beeinflussen. HbA1C ist der wichtigste Blutwert, um den Verlauf von Typ-2-Diabetes mellitus zu verfolgen.

Die Forscher haben 10 Genorte identifiziert, die die HbA1C-Konzentration im Blut beeinflussen. Sechs davon waren bislang nicht mit HbA1C in Verbindung gebracht worden, sieben stehen in Verbindung mit seltenen erblichen Erkrankungen wie Anämien und Störungen bei Eisen-Speicher-Krankheiten. Sauerstoff wird im Körper an Hämoglobin (Hb) gebunden transportiert. Für diese Bindung ist ein zentrales Eisenatom essentiell, das darüber hinaus das Blut rot färbt. Glykosyliertes, d. h. an Glukose gebundenes Hämoglobin (HbA1C) ist ein Maß für den sog. Langzeit-Blutzucker, ein Durchschnittswert. Er stellt einen der häufigsten Blutwerte für die Diagnose und Verlaufskontrolle von Typ 2-Diabetes mellitus-Erkrankungen dar.

Typ 2 Diabetes ist eine Erkrankung des Glukose-Stoffwechsels, bei dem Wirkung und ausreichende Produktion des Hormons Insulin verloren gehen. Die Entstehungsmechanismen der Erkrankung sind nicht vollständig geklärt. Es ist jedoch bekannt, dass die Kombination von genetischen und Lebensstilfaktoren zu Diabetes führt. Allein in Deutschland ist diese Erkrankung derzeit bei mindestens sieben Prozent der Bevölkerung bekannt, das entspricht fast sechs Millionen Menschen. Zudem legen Studien zur Dunkelziffer des Diabetes nahe, dass mehrere Millionen Männer und Frauen in Deutschland an Diabetes leiden, dieser aber noch nicht diagnostiziert und somit unbehandelt ist.

Die Ergebnisse sind im renommierten Fachjournal Diabetes veröffentlicht. (sfr/Helmholtz Zentrum München)

 

Weitere Informationen: Helmholtz Zentrum München

 

Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Als führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health erforscht es chronische und komplexe Krankheiten, die aus dem Zusammenwirken von Umweltfaktoren und individueller genetischer Disposition entstehen. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 16 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit etwa 30.000 Beschäftigten zusammengeschlossen haben.

 



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