Spahns Impfpflicht: Ein „Albtraum“ für Eltern und der Beginn der „Medizindiktatur“

Epoch Times24. September 2019 Aktualisiert: 24. September 2019 21:08
Die Situation in Polen sei „unheimlich“. Neugeborene würden unabhängig von ihrem Gesundheitszustand in den ersten Lebensstunden geimpft, ohne dass die erforderlichen Gegenanzeigen geprüft werden müssen, sagt Pjotr. Der Pole war einer der Redner auf der Impf-Demo am 14. September in Berlin.

Was für ein „Albtraum, was Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert“, sagt Andrea Feuer bei ihrem Auftritt am Brandenburger Tor. Sie war Organisatorin der Demonstration, die sich am Samstag dem 14. September in Berlin gegen die Einführung eines Impfzwanges versammelt hatte.

„Wo gibt es sonst noch Demokratie, wenn wir nicht einmal über unseren Körper und unsere Kinder entscheiden können?,“ fragt sie in Richtung der Demo-Teilnehmer. Feuer beklagt: Kinder, die nicht geimpft sind, würden in Zukunft nicht mehr in Kitas aufgenommen werden. Erzieher, Betreuer, Lehrer in Gemeinschaftseinrichtungen müssten geimpft werden, andernfalls würden Bußgelder in Höhe bis zu 2.500 Euro drohen. „Ist das Demokratie?“, fragt sie.

Tausende Menschen sterben an Krankenhauskeimen, an Krebs – dagegen würde keiner etwas unternehmen. Aber wenn ein Mensch im Jahr an Masern stirbt, wolle man gleich den Impfzwang rechtfertigen, beklagt das „Netzwerk Impfentscheid“.

Aus drei mach elf

Seit zwei Jahren wird das Thema Impfen bereits öffentlich diskutiert. Europaweit finden Aktionen gegen den Impfzwang statt. Was mit ein paar Impfungen beginnt, greift schnell um sich. Andrea Feuer berichtet:

In Frankreich gibt es seit 2018 den Impfzwang, erst waren es drei Impfungen, inzwischen sind es elf.“

Impfkritische Verbände hätten dagegen geklagt. Aber der Verfassungsschutz habe entschieden, dass ein Impfzwang nicht gegen die Grundrechte verstoße. Der Impfzwang diene dem „Gemeinwohl“.

„In Italien besteht die Impfpflicht für zehn Kinderkrankheiten, in Tschechien für neun. Wenn man den zehn Zwangsimpfungen in Ungarn nicht nachkommt, droht eine Kontopfändung. Auch in Polen drohen hohe Geldstrafe sowie der Entzug des Sorgerechts,“ so Feuer.

Für Feuer steht eines fest: Ob Impfbefürworter oder –kritiker: Alle wollen nur das Beste für ihre Gesundheit. Ob nicht geimpft, nur einmal geimpft oder später geimpft – das seien alles unterschiedliche Erfahrungen der einzelnen Menschen, die individuelle Entscheidung treffen. Doch eine individuelle Entscheidung sei mit der Einführung des Impfzwanges nicht mehr möglich. Das wäre auch in Deutschland der „Beginn der Medizindiktatur“.

Fällt das Recht auf medizinische Freiheit in Deutschland, fällt das Recht in ganz Europa – für immer. Wer jetzt nicht handelt, wird behandelt“, betont Andrea Feuer.

Die Impfkritiker weisen darauf hin, dass bei einer Masernimpfung die Impfmasern innerhalb von 30 Tagen ausbrechen können. Mit diesem Wissen müssten geimpfte Kinder der Kita fernbleiben. Da dies nicht der Fall sei, hätte sich die Anzahl der Erkrankung verfünffacht.

Schrang fordert „Impfpflicht“ für Politiker

Auch der bekannt Publizist Heiko Schrang, hielt eine Rede während der Kundgebung. Schrang forderte die Einführung einer „Impfpflicht“ für Politiker gegen „Korruption, Vetternwirtschaft und Lügen“.

Die Politik sei nichts weiter als die „Unterhaltungsabteilung der Hoch-, Finanz- und Pharmaindustrie“. „Wie kann ein Ex-Bänker wie Spahn uns etwas einreden, was wir brauchen?“, fragt Schrang. Er wirft Spahn vor, der „zeichnungsberechtigte Schriftführer der Pharmaindustrie zu sein.“

Polen kämpft gegen die Zwangsimpfung

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Pjotr kam extra aus Polen angereist, um den Deutschen vor Augen zu führen, was die Einführung einer Impfpflicht wirklich bedeutet. Seine Organisation „stopnop“ setzt sich für die Rechte der Eltern ein.

Die Situation in Polen sei „unheimlich“, betont er. Neugeborene würden unabhängig von ihrem Gesundheitszustand bereits in ihren ersten Lebensstunden geimpft, ohne dass die erforderlichen Gegenanzeigen geprüft werden müssen.

Die Babys erhalten in Polen den vor 20 Jahren in Deutschland zurückgezogenen Hepatitis B- und Tuberkulose-Impfstoff – unabhängig davon, ob die Mutter infiziert ist oder nicht“, so Pjotr.

In den vergangenen Jahren hätten die Einschränkungen für die Eltern zugenommen. „Von der Industrie bezahlte Berater gaben Empfehlungen für Entbindungskliniken heraus, damit Eltern, die ihr Kind nicht unmittelbar nach der Entbindung impfen möchten, bei Familiengerichten gemeldet werden und das Recht erhalten, medizinische Eingriffe gegen den Willen der Eltern durchzuführen.“

Es habe eine Situation in Polen gegeben, in der die Eltern anstatt ihr Neugeborenes zu genießen, verfolgt wurden. „Ihnen wurde mit der Wegnahme des Kindes gedroht, so dass die Eltern mit ihrem Neugeborenen aus dem Krankenhaus fliehen mussten,“ sagt er.

In Polen seien inzwischen elf Impfungen in 46 Dosen bis zum Alter von 19 Jahren obligatorisch, berichtet Pjotr. Die „Sturrheit der Familien“ habe diese Praxis eingeschränkt. So hat die Organisation um Piotr ein Gerichtsurteil erkämpft, nachdem ein Elternteil das Recht hat zu entscheiden, ob er das Kind in den ersten Tagen impfen lassen möchte oder nicht.

Gemeinsam könne man laut Pjotr viel erreichen. So könnten „medizinische Experimente an unseren Kindern“ verhindert werden, welche die Nürnberger Prozesse beenden sollten.

In Polen sei der Druck für die Eltern immens, angefangen von der Wegnahme der Kinder, über Bußgelder bis hin zu der Tatsache, dass die Eltern bei Impfschäden allein dastehen – ohne die Hilfe des Staates, der sie gezwungen hat, ihr Kind impfen zu lassen. Die Registrierung für Impfkomplikationen diene in Polen lediglich dazu, das „verheerende Ausmaß“ der Impfschäden zu verbergen. „Die Ärzte haben Angst, Komplikationen zu melden.“

Vereint für die Menschenrechte eintreten

„Nur vereint können wir etwas ändern. Nur vereint können wir uns den bösen Plänen großer Pharma-Unternehmen stellen, hinter denen riesiges Geld steckt, das unsere Politiker in Versuchung führt,“ sagt er.

Mit seinem Appell wendet sich Pjotr an die Deutschen:

Heute vereinen sich Tausende von Polen mit Euch. Gemeinsam können wir viel verändern. Sie haben große Anstrengungen unternommen, um ihre Rechte geltend zu machen. Die Augen der ganzen Welt sind heute auf Euch gerichtet. Gebt nicht auf!“

Die Polen würden nicht aufhören, gegen die Impfpflicht zu kämpfen. „Sie möchten, dass die ganze Welt erfährt, dass Impfsicherheit ein Mythos ist,“ so der Aktivist.

Wir Eltern erinnern die europäischen Regierungen und fordern die Grundrechte. Eine vorbeugende medizinische Behandlung kann nicht obligatorisch sein. Gesundheit ist der wertvollste private Wert. Wir sind keine Bevölkerung oder eine Herde, wir sind freie Menschen.“

Das System sollte für die Menschen da sein, nicht die Menschen für das System, betont Pjotr. Die Kinder würden zur Familie gehören, nicht zu Ärzten. „Wir werden die Familie, die Freiheit und die Sicherheit unserer Kinder mit allen Mitteln und um jeden Preis verteidigen. Nichts und niemand wird uns aufhalten.“

Jetzt sei die Zeit für Mut und Ausdauer, Zeit zum Handeln. Wenn es ein Risiko gäbe, dann müsse es auch eine Wahl geben. Und gewandt an die Politiker warnt Pjotr: „Wenn Sie die Stimme der Bürger nicht hören, müssen Sie die Stimme des vereinten Europas und der Welt hören.“

Wie soll es nun weitergehen?

Das „Netzwerk Impfentscheid“ wird die Organisation „Ärzte für individuelle Impfentscheidung“ im Kosmos am 12. Oktober in Berlin besuchen. Dort findet von 16 bis 22 Uhr ein öffentlicher Informations- und Diskussionsabend rund um das Thema „Braucht Deutschland eine Impfpflicht?“ statt.

Zeitgleich findet am 12. Oktober in Kiel ein Symposium statt, wo Daniela Gerlemann als Vertreterin des „Netzwerks Impfentscheid“ dabei sein wird. Darüber hinaus werden Abgeordnete angeschrieben und informiert.

Geplant ist am 16. November eine Kundgebung in Düsseldorf und voraussichtlich im nächsten Jahr eine Großdemonstration in München.

Die komplette Videoaufzeichnung der Impf-Demo vom 14. September finden Sie hier. (sua)