Der Bundestag debattiert am 7. Mai über eine COVID-19-Impfpflicht.Foto: iStock

Über 50.000 Menschen unterschreiben Petition gegen Impfzwang

Von 4. Dezember 2019 Aktualisiert: 4. Dezember 2019 13:24
Der Masernimpfstoff kann zum Tod führen und ist viel gefährlicher als die Krankheit selbst, sagt ein Heilpraktiker. Die Todesfälle aufgrund der multiresistenten Bakterien könnten steigen. Er fordert dazu auf, das Gesetz zum Impfzwang zu kippen und schlägt ein Gegengesetz zum Missbrauch von Antibiotika vor.

Mehr als 50.000 Menschen sprechen sich gegen einen Impfzwang aus. Das berichtete die Online-Plattform Change.org, wo ein Heilpraktiker und Homöopath, Thomas Stapper, eine Petition ins Leben gerufen hat, in der er den Bundespräsidenten Steinmeier auffordert:

Der vorgesehene Impfzwang [widerspricht] den (…) Grundrechten des deutschen Volkes. (…)
Wir bitten Sie daher, die Ausfertigung (…) des Gesetzes nach Artikel 82 GG zu verweigern.“

„Ausrottung“ gar nicht möglich

Die von Gesundheitsminister Spahn vorgegebene „Ausrottung“ sei gar nicht möglich. Auch in Ländern mit kompletter Zwangsimpfung treten Masernfälle auf, meint Stapper.

Wenn Masern richtig behandelt würden, sei das nur eine harmlose Kinderkrankheit. In Deutschland sterbe daran jährlich ein Mensch. Der letzte Tod trat sogar infolge der durch die Impfung ausgelösten Krankheit ein, so Stapper.

Masernimpfstoff erst wirklich gefährlich

Viel gefährlicher als die Masern selbst sei jedoch der Masernimpfstoff selbst.

Infektionen mit multiresistenten Bakterien gehören zu den ansteckendsten Krankheiten beim Menschen. Es gibt keine Therapie gegen sie und sie können einen sehr sehr bösen Verlauf nehmen – sehr häufig bis zum Tod“, erklärt Stapper.

Jährlich würden rund 2.500 Menschen an den Folgen der Keime sterben, weiß der Heilpraktiker. Seiner Aussage nach warnten Ärzte der Berliner Charité, dass im Jahr 2050 sogar mehr Menschen infolge der Keime sterben könnten als an Krebs.

Gesetz gegen ‚Antibiotika-Missbrauch‘ geplant

Schützen kann man sich jedoch nur durch „konsequente Hygiene und weniger Antibiotika“, meint hingegen Stapper. So möchte er ein Gesetz einführen, das den Missbrauch von Antibiotika eindämmt.

Ärzte sollen künftig bei der Anwendung von Antibiotika nachweisen, dass es keine Alternative gibt. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeldern von bis zu 2.500 Euro rechnen, fordert der Heilpraktiker.

Stapper: Liberale Demokratie nicht kleinreden

Wir [erleben] in Deutschland gerade einen (…) erdrutschartigen Vertrauensverfall. Nicht einmal die Hälfte der Befragten [einer Meinungsumfrage] traut dem Staat zu, handlungsfähig zu sein. (…) Alles wird schlechter, aber keiner kann etwas tun“, zitiert Stapper eine Rede des Bundespräsidenten Steinmeier.

Stapper meint, dass es auf die Menschen „selbst ankommt, wie groß die Möglichkeiten für Veränderungen sind.“

Spahn: Ansteckendste Krankheit mit möglichem Tod

Gesundheitsminister Spahn allerdings hält einen Impfzwang für notwendig, weil Masern unter die ansteckendsten Infektionskrankheiten fallen würde. Es könnten sich Komplikationen und Folgeerkrankungen ergeben, schlimmstenfalls der Tod wegen Gehirnentzündung.

Darüber hinaus ist auf den Seiten des Gesundheitsministeriums zu lesen, dass eine Impfung daneben lebenslangen Schutz für einen selbst, aber auch für andere Personen biete, die alters- oder gesundheitsbedingt nicht geimpft werden können.

Zwang sei auch notwendig, weil Aufklärungskampagnen die Impflücken nicht vollständig geschlossen hätten, wird dort erklärt.


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