Symbolbild.Foto: istockphoto/mel-nik

Auftrittsverbot wegen „Rechtspopulismus“ – Monheimer Bürgermeister stoppt Kabarett-Show

Von 18. Juni 2019 Aktualisiert: 18. Juni 2019 14:54
Wenn Freiheit zur Einbahnstraße wird, führt diese vermutlich in eine Gesinnungsdiktatur.

In einer Zeit, in der ein ZDF-Hofnarr unsere österreichischen Nachbarn als Nation und seine Bürger speziell bösartig und ungestraft beleidigen darf, oder aber den Präsidenten eines Landes mit einem Schmähgedicht tief unter der Gürtellinie attackiert und damit sogar internationale Verwicklungen auslöst, in einer Zeit, in der linksextreme Kunst-Kollektive sich eitel selbst als politische Schönheit betrachten und im Namen dieser Kunst sogar die direkte Nachbarschaft des Wohnhauses eines mit ihrer Ideologie nicht konformen Politikers mit sogenannten „Mahnmalen“ verschandeln und alles ausspionieren und herumbeobachten und damit auch sippenhaftartig auch die Familie des Politikers inklusive von Kindern tyrannisieren, in einer Zeit in der linke Aktivisten auf kriminelle Weise mit ihrer Ideologie nicht konforme Politiker in Fallen locken und mit psychologischen Tricks, schönen Frauen und möglicherweise sogar chemischen Substanzen zu kompromittierenden Aussagen bringen, so vermutet man, in dieser abartigen Zeit also, da sollte man doch meinen, dass wenigstens ein kleines Bisschen von Freiheit für die Kunst Andersdenkender übrig bleibt. Doch weit gefehlt …

Juni 2019 – Auftrittsverbot in Deutschland

Es stinkt wie 1933 und im diesmal nicht nationalsozialistischen, sondern globalistischen und auch immer mehr Sozialistischen Einheitsbrei Deutschlands (SED) wird wieder Auftrittsverbot erteilt – und natürlich nicht gegen Böhmermann oder die Schönheiten der politischen Zentrale.

Im Detail traf es den Kabarettisten Kay Ray, der am 15. Juni im Bürgerhaus Baumberg, Stadt Monheim, sein Programm „Wonach sieht’s denn aus?“ aufführen wollte und einen Tag davor – nach einem unliebsamen Zeitungsinterview – das Auftrittsverbot vom Bürgermeister erteilt bekam.

In seinen Auftritten verschiebt sich die kommerzielle Provokation in einen Bereich jenseits der Grenze des politischen Rechtspopulismus.“

(Daniel Zimmermann, Bürgermeister von Monheim)

Das Auftrittsverbot wurde demnach nach einem Interview des Kabarettisten in der „Rheinischen Post“ kurzfristig erteilet, einen Tag vor dem Auftritt.

Dabei bezog sich Zimmermann u. a. auf ein Zitat des Künstlers im Interview mit der Zeitung, in dem dieser erklärte, dass man sich in Deutschland in hysterischer Manier immerzu auf ein Thema stürze und alles andere ausblende. Ihm gehe zum Beispiel das „Rechtsbashing“ auf die Nerven:

Irgendwann steht Deutschland unter Wasser, weil die Pole schmelzen, aber wir merken es nicht, weil wir wieder einmal gegen Rechts demonstrieren.“

(Kay Ray, Kabarettist)

Bürgermeister Zimmermann ging das zu weit: Eine Stadt, die sich gegen Rassismus ausspreche, könne keine Veranstaltung ausrichten, „die die Grenzen des Diskurses in erheblicher Weise nach rechts verschiebt und die Gefahr des Rechtsextremismus in unzulässiger Weise verharmlost“, so der Rathauschef.

Zensur-Pauschalisierungs-Schreiben (ZPS)

Zimmermann versprach in seinem Statement, dass die Monheimer Kulturwerke „auch in Zukunft ein vielfältiges, meinungsfreudiges und in Teilen provokantes Programm (…) auf die örtlichen Bühnen bringen“. Er habe „lediglich dafür gesorgt, dass sich die Monheimer Kulturwerke als städtische Tochtergesellschaft von ihrer Rolle als Veranstalterin der von Herrn David verantworteten Vorstellung zurückziehen“, so Zimmermann. Er habe jedoch den Kabarettisten nicht mit einem „Auftrittsverbot“ belegt.

Dies sah die „Rheinische Post“ anders:

In einer Mitteilung eines Mitarbeiters der Kulturwerke an den Manager des Künstlers, der der RP vorliegt, steht allerdings schwarz auf weiß, dass der Bürgermeister ‚einen Auftritt des Künstlers verbietet'“.

(„Rheinische Post“)

Und weiter heißt es, dass es bezweifelt werden dürfe, „dass sich namhafte Künstler dem Kunstbegriff des Bürgermeisters oder jedweder Zensur unterwerfen werden“.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

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