Die Skyline von Singapur.Foto: ROSLAN RAHMAN/AFP via Getty Images

Aus Gründen der Sicherheit: WEF trifft sich 2021 in Singapur

Epoch Times7. Dezember 2020 Aktualisiert: 22. Dezember 2020 12:58

Das aufgrund der Corona-Pandemie verschobene Weltwirtschaftsforum von Davos soll im kommenden Jahr in Singapur stattfinden. Der asiatische Stadtstaat sei mit Blick auf die Pandemie „der beste Ort“ für das Treffen, teilte das Weltwirtschaftsforum (WEF) am Montag mit.

Damit solle der Sicherheit der Teilnehmer und der Gastgebergemeinde Priorität gegeben werden. Geplant ist das Forum demnach vom 13. bis 16. Mai.

Bereits im August hatte das WEF eine Verschiebung des traditionell Ende Januar im Schweizer Skiort Davos stattfindenden Treffens in den Frühsommer angekündigt; im Oktober war dann zunächst mitgeteilt worden, dass der Gipfel im Mai in Luzern in der Schweiz stattfinden solle.

Später teilte das Weltwirtschaftsforum mit, den kommenden Gipfel, den sogenannten„Great-Reset-Gipfel“ als „Zwillingsgipfel“ abzuhalten. Auf diesem sollen Maßnahmen für einen Neustart der weltweiten Wirtschaft und politischen Beziehungen vor dem Hintergrund der durch die Corona-Krise bedingten Probleme erörtert werden. Dazu wurde bereits die „COVID Action Platform“ initialisiert.

„Great Reset“ soll neuen Gesellschaftsvertrag beinhalten

Der „Great Reset“ soll sich jedoch nicht auf den Klimawandel beschränken – auch aktuellere Themen wie „Rassismus und Diskriminierung“ sollen zur Geltung kommen. Es geht um einen „neuen Gesellschaftsvertrag“. Klaus Schwab, Gründer des WEF, erklärt dazu:

„Die globale Gesundheitskrise hat die fehlende Nachhaltigkeit unseres alten Systems in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt, den Mangel an Chancengleichheit und Inklusivität offengelegt. Auch können wir den Missständen von Rassismus und Diskriminierung nicht den Rücken kehren. Wir müssen in diesen neuen Gesellschaftsvertrag unsere generationenübergreifende Verantwortung einbauen, um sicherzustellen, dass wir den Erwartungen der jungen Menschen gerecht werden.“

Unter den Teilnehmern des virtuellen Gipfels konnte der WEF-Gründer auf breite Unterstützung bauen. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres forderte die Bildung von „gleichen, inklusiven, nachhaltigen Gesellschaften, die Pandemien und dem Klimawandel gegenüber resilienter sind“.

Die Chefdirektorin von Greenpeace International, Jennifer Morgan, kündigte an: „Wir bauen eine neue Weltordnung auf“ – ähnlich, wie dies schon nach dem Zweiten Weltkrieg der Fall gewesen wäre. Im letzten Jahr stand die Klimapolitik im Fokus des Gipfeltreffens.

Führender Thinktank und wichtigste Interessenvertretung

Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum; WEF) existiert seit 1971, wurde von Klaus Schwab gegründet und ist bekannt durch die jährlich stattfindenden Gipfeltreffen in Davos. Zum letzten Gipfel kamen etwa 3.000 führende Personen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und internationalen Institutionen. Samuel P. Huntington schreibt in seinem Klassiker „Clash of Civilisations“ über das WEF:

Die ‚Davos-Leute‘ kontrollieren praktisch alle internationalen Institutionen, viele Regierungen, den Weltfinanzmarkt und ein Gutteil des wirtschaftlichen und militärischen Potentials der Welt.“ (Huntington: Krieg der Kulturen 9.Auflage S. 78).

Welches sind die geopolitischen Rahmenbedingung, in denen das WEF agiert? Der Tenor in der Politikwissenschaft, unter Finanzexperten und den Medien lautet, dass spätestens seit der Finanzkrise 2008 die Finanzwirtschaft in den westlichen Staaten mächtiger ist als die Politik und ihr das Handeln diktiert.

Laut der Studie der ETH Zürich „The network of global corporate control“ im Jahr 2011 beherrschten zum Zeitpunkt der Studienerstellung in der westlichen Welt 147 Unternehmen durch Überkreuzbeteiligungen fast die gesamte Wirtschaft. Mehrheitlich sind dies Unternehmen der Finanzbranche.

Das Weltwirtschaftsforum wird von rund 1.000 Unternehmen finanziert, darunter befindet sich die Mehrzahl der 147 in der Studie genannten Unternehmen. Man könnte das Weltwirtschaftsforum als den führenden Thinktank und die bedeutendste Interessenvertretung dieser mächtigsten Unternehmen der Welt bezeichnen. Die Entwicklung zeigt die Macht der Finanzbranche: Von 1971 bis 2016 hat sich das Verhältnis Realkapital zu Finanzkapital auf der Welt vervierfacht (2016 ca. 71 Billionen zu 276 Billionen US-Dollar; „Wem gehört die Welt“ von Hans-Jürgen Jakobs). (afp/ks)


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