Eine Krankenschwester bereitet den Pfizer-BioNTech-Impfstoff COVID-19 für Kinder zur Verteilung in Montreal, Quebec vor.Foto: ANDREJ IVANOV/AFP via Getty Images

COVID-Impfung: Mehr Herzentzündungen bei jungen Männern

Von 14. September 2022
Dem Impfstoffüberwachungssystem der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden neue Berichte vorgelegt. Sie zeigen, dass Herzentzündungen bei jungen Männern nach der Corona-Impfung zugenommen haben.

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Um die Sicherheit von Impfstoffen nach ihrer Zulassung zu überprüfen, hat die US-Gesundheitsbehörde (CDC) 1990 das Überwachungssystem „Vaccine Safety Datalink“ (VSD) ins Leben gerufen. Die jüngst veröffentlichten VSD-Daten zeigen einen Anstieg von Herzentzündungen nach der Corona-Impfung bei jungen Männern. Die Daten wurden nach verschiedene Altersgruppen ausgewertet sowie Daten über die auftretenden Herzerkrankungen nach einer Auffrischungsimpfung aufgeführt.

Häufigkeit von Herzkrankheiten in verschiedenen Altersgruppen

Nach Angaben der CDC (pdf) traten eine Woche nach Erhalt von zwei Pfizer-Impfdosen bei 102.091 jugendlichen Männern im Alter von 16 bis 17 Jahren 14 Fälle von Myokarditis oder Perikarditis auf. Bei 206.000 Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren traten bei der gleichen Pfizer-Impfserie innerhalb einer Woche 31 Fälle auf.

Den Berichten nach, die am 1. September 2022 dem CDC-Ausschuss für Impfungen vorgelegt wurden, lassen sich die folgenden Inzidenzen für Herzentzündungen ableiten. In der Gruppe der 12- bis 15-Jährigen liegt sie bei 150,5 pro eine Million – also etwa ein Fall auf 6.600 Impfungen. Und in der Altersgruppe der 16- bis 17-Jährigen liegt die Inzidenz bei 137,1 pro eine Million, also etwa ein Fall auf 7.262 Impfungen.

Nach der ersten Auffrischungsdosis nahmen die Herzerkrankungen noch weiter zu. Nach Angaben der CDC stieg die Inzidenz bei den 16- bis 17-Jährigen auf 188 Fälle pro einer Million an. Bei Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren hingegen zeigen die Daten, dass 61,3 Fälle pro einer Million nach der Auffrischungsimpfung eine Herzentzündung bekamen. Gleichzeitigt deuten die Daten jedoch daraufhin, dass, je jünger die Geimpften sind, desto weniger eine dritte Dosis erhielten.

Daten vom August 2021 des VAERS-Systems

Aus den im August 2021 an das CDC-Meldesystem (VAERS) übermittelten Daten (pdf) geht hervor, dass bei Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren 42,6 Fälle von Myokarditis pro einer Million Geimpfte und bei jungen Männern im Alter von 16 bis 17 Jahren 71,5 Fälle auf eine Million auftraten. In der jüngeren Gruppe entspricht dies etwa einem Fall auf 23.500 Geimpfte und in der älteren Gruppe etwa eins auf 14.000.

Die Behörde stellte damals fest, dass „Myokarditis ein seltenes Ereignis nach einer mRNA-COVID-19-Auffrischungsimpfung ist“. Sie erklärte auch, dass „131 Berichte über Myokarditis bei Personen im Alter von [5 Jahren und älter] mit VAERS nach 123.362.627 mRNA COVID-19 Auffrischungsimpfungen bestätigt wurden“.

Bei der Analyse der Daten zeigte sich, „dass die Inzidenz von Myokarditis [und] Perikarditis nach der ersten Auffrischungsdosis und Dosis 2 der Primärserie ähnlich ist, obwohl die Zahl der Fälle gering ist und die Sicherheitsintervalle um die Punktschätzungen herum breit sind“, so die CDC.

Jungen bis 11 Jahre bekommen weniger Herzentzündungen

Vaccine Safety Datalink wird von der Behörde als „ein gemeinsames Projekt zwischen dem CDC-Büro für Impfsicherheit und neun Gesundheitsorganisationen“ beschrieben. Es dient „zur Überwachung der Sicherheit von Impfstoffen und zur Durchführung von Studien über seltene und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse nach Impfungen“.

Nach Angaben der CDC vom Mai wurden bei Jungen im Alter von 5 bis 11 Jahren deutlich weniger Herzentzündungen im Zusammenhang mit dem Impfstoff von Pfizer gemeldet als bei Jugendlichen und jungen Männern. Die Inzidenz bei Herzentzündungen lag in dieser Gruppe bei 2,7 Fällen pro eine Million Menschen.

CDC empfiehlt Auffrischungsimpfungen

Trotz der jüngsten Berichte über vermehrte Herzerkrankungen bei jungen Männern hat die US-Gesundheitsbehörde CDC eine vierte Auffrischungsimpfung mit den neu entwickelten Impfstoffen empfohlen.

Die CDC-Direktorin Rochelle Walensky erklärte dazu, dass „die angepassten COVID-19-Auffrischungsimpfstoffe so konzipiert sind, dass sie einen besseren Schutz gegen die jüngste zirkulierende COVID-19-Variante bieten“.

„Sie können dazu beitragen, den Schutz wiederherzustellen, der seit dem letzten Impfstoff nachgelassen hat, und sind darauf ausgelegt, einen breiteren Schutz gegen neuere Varianten zu bieten“, so Walensky weiter. Die Empfehlung sei das Ergebnis einer umfassenden wissenschaftlichen Bewertung und einer soliden wissenschaftlichen Debatte.

Und weiter: „Es gibt keinen schlechten Zeitpunkt für die COVID-19-Auffrischungsimpfung und ich empfehle Ihnen dringend, sich impfen zu lassen“, fügte sie am 1. September hinzu.

Weitere Studie kommt zu anderen Ergebnissen

Eine weitere Studie aus Mitte 2021 von Dr. Tracy Hoeg von der Gesundheitsbehörde in Florida zeigte bereits damals einen ähnlichen Anstieg von Herzkrankheiten wie die, die dem beratenden Ausschuss der CDC erst kürzlich am 1. September vorgelegt wurde.

Hoeg sagte, sie und andere hätten im vergangenen Jahr bereits eine Vorabdruckstudie veröffentlicht. Diese ergab 94 Fälle von Myokarditis auf eine Million Menschen – bzw. 1 von 10.000 – bei jungen Männern im Alter von 16 bis 17 Jahren und 162 Fälle auf eine Million bei Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren – bzw. 1 von 6.200, schrieb sie am 1. September.

Mit ihrer jüngsten Veröffentlichung hat die CDC „nun endlich ihren Rückstand aufgeholt und etwas Ähnliches berichtet“, schrieb Hoeg Anfang des Monats auf Twitter.

Gleichzeitig fragt sie in ihrem Post: „Wie viele Fälle von Myo-/Perikarditis bei jungen Männern hätten im vergangenen Jahr verhindert werden können?“, (…) „wenn wir nicht als ‚Impfgegner‘ verleumdet worden wären, die ‚falsche Vorstellungen‘ und ‚Desinformationen‘ verbreiten“.

Hoeg kritisierte auch die jüngste Impfempfehlung der CDC ab zwölf Jahren.

„Ohne Daten über Nutzen und Risiken für den Menschen empfiehlt die CDC heute, dass *jeder* über 12 Jahre eine bivalente Auffrischungsimpfung erhält: ‚Es gibt keinen falschen Zeitpunkt für die COVID-19-Auffrischungsimpfung‘. „Stimmt das wirklich?“, fragte sie. „Warum ist es für @CDCgov so schwer, die Empfehlungen individuell abzustimmen und zu differenzieren?“

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: More Reports of COVID Vaccine-Linked Heart Inflammation in Young Males Submitted to CDC (redaktionelle Bearbeitung ae)



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