Eine Unterstützerin der Hongkonger Demokratiebewegung.Foto: FREDERIC J. BROWN/AFP via Getty Images

In USA lebender Hongkong-Demokratie-Aktivist: „Niemand ist vor Pekings neuem Gesetz sicher“

Epoch Times1. August 2020 Aktualisiert: 1. August 2020 13:23

Angesichts der chinesischen Haftbefehle gegen im Exil lebende Hongkong-Aktivisten hat ein in den USA lebender Dissident davor gewarnt, dass niemand vor dem neuen Sicherheitsgesetz der chinesischen Regierung sicher sei. Er habe erfahren, dass er selbst wegen „Anstiftung zur Abspaltung und Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften“ gesucht werde, erklärte Samuel Chu am Freitag (Ortszeit) in Washington. Er leitet den „Demokratie-Rat für Hongkong“ in Washington und hat inzwischen die US-Staatsbürgerschaft.

„Ich mag der erste nicht-chinesische Staatsbürger sein, der ins Visier genommen wurde, aber ich werde nicht der letzte sein“, schrieb Chu im Online-Netzwerk Twitter. „Wenn ich ins Visier genommen werde, dann kann und wird es auch jeden anderen Amerikaner, jeden Staatsbürger jeder Nation treffen, der für die Rechte Hongkongs eintritt.“

Das chinesische Staatsfernsehen hatte am Freitagabend berichtet, dass die Hongkonger Polizei wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das international heftig kritisierte Sicherheitsgesetz aus Peking die Festnahme von sechs im Exil lebenden Demokratie-Aktivisten angeordnet hat. Unter anderem werde neben Chu auch nach dem bekannten Aktivisten Nathan Law gefahndet, der erst vor kurzem nach Großbritannien geflohen war. Die sechs Aktivisten würden wegen „Anstiftung zur Abspaltung und Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften“ gesucht.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone auf das neue umstrittene Sicherheitsgesetz aus Peking zugreifen, um Hongkonger Bürger zu verfolgen, die sich nicht mehr in Hongkong befinden. Nach dem Ende Juni verabschiedeten Gesetz können Aktivitäten, die von den Behörden als Subversion, Abspaltung, Terrorismus oder Verschwörung mit ausländischen Kräften gewertet werden, mit lebenslänglichen Haftstrafen geahndet werden. Es stellt den bislang schwersten Eingriff in den Autonomiestatus von Hongkong dar. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion