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Malische Militärjunta will am Wochenende Übergangsgespräche führen

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Verwundete Protestler die durch Sicherheitskräfte bei Demonstrationen gegen den Ex-Staatspräsidenten Ibrahim Boubacar Keita verwundet wurden, auf einer Veranstaltung.

Foto: ANNIE RISEMBERG/AFP über Getty Images

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Lesedauer: 1 Min.

Nach dem Putsch in Mali hat die Militärjunta angekündigt, am Wochenende Übergangsgespräche mit politischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen führen zu wollen. „Diese Treffen zielen darauf ab, eine Plan für den Übergang zu erstellen“, erklärte die Junta am Dienstag. Zuvor hatten die westafrikanischen Nachbarstaaten einen raschen Übergang zu einer Zivilregierung und Wahlen binnen zwölf Monaten gefordert. Auch Frankreich und Deutschland zeigten sich besorgt über die instabile Lage in dem Land.
Auch die Oppositionsbewegung 5. Juni wurde zu den Gesprächen eingeladen. Diese hatte vor dem Putsch den Rücktritt von Präsident Ibrahim Boubacar Keita gefordert und immer wieder Massenproteste gegen ihn organisiert. Die Oppositionsbewegung fordert von der Junta, ihr eine Rolle beim Übergang zu einer Zivilregierung zu geben.
Soldaten der malischen Armee hatten am 18. August einen Militärstützpunkt nahe der Hauptstadt Bamako besetzt und Präsident Keita gefangen genommen. Dieser verkündete nach seiner Festnahme und unter dem Druck der Militärs seinen sofortigen Rücktritt und die Auflösung des Parlaments.
Keita stand seit geraumer Zeit unter Druck, weil es ihm unter anderem nicht gelungen war, die seit 2012 andauernden Angriffe von Islamisten vor allem im Norden des Landes unter Kontrolle zu bringen. (afp)

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