Myanmarische Parlamentarier stellen Schattenkabinett gegen die Militärjunta auf

Zweieinhalb Monate nach dem Militärputsch in Myanmar haben Parlamentarier verschiedener ethnischer Gruppen ein Schattenkabinett aufgestellt. An der Spitze des Kabinetts steht die vom Militär entmachtete vormalige de-facto-Regierungschefin Suu Kyi.
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Proteste in MyanmarFoto: Getty Images
Epoch Times17. April 2021

Zweieinhalb Monate nach dem Militärputsch in Myanmar haben Parlamentarier verschiedener ethnischer Gruppen ein Schattenkabinett aufgestellt. An der Spitze des Kabinetts steht die vom Militär entmachtete vormalige de-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi, wie das Komitee CPRH am Freitag auf seiner Facebook-Seite mitteilte.

Als Vizepräsident fungiert ein Verteter der Minderheit der Kachin, als Regierungschef ein Vertreter der Minderheit der Karen.

Bei den Protesten gegen die Militärjunta geht es nicht nur um eine Rückkehr zur Demokratie, sondern auch um eine stärkere Vertretung der ethnischen Minderheiten, von denen es in Myanmar mehr als 130 gibt.

Dem CPRH gehören auch Vertreter der Minderheiten der Chin, Shanni, Mon, Karenni und Ta’ang an. Die Minderheiten wurden in der Vergangenheit von der Bamar-Mehrheit an den Rand gedrängt. Das Committee Representing Pyidaungsu Hluttaw (CRPH) versteht sich als Regierung im Untergrund.

Der Demokratie-Aktivist Min Kon Naing sagte mit Bezug auf die Junta, sie müsse „mitsamt den Wurzeln ausgerissen werden“. Nur die Bevölkerung könne über die Zukunft des Landes entscheiden.

Seit ihrem Putsch Anfang Februar sieht sich die Militärjunta mit Massenprotesten konfrontiert. Sie geht immer wieder mit brutaler Gewalt gegen die Demonstranten vor. Nach Angaben von Aktivisten wurden dabei bereits mehr als 700 Menschen getötet und mehr als 3.000 Menschen festgenommen. (afp)



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