Trump: „Die Wahl ist noch lange nicht vorbei“ – Deutsche Politiker beglückwünschen Joe Biden

Epoch Times7. November 2020 Aktualisiert: 8. November 2020 11:24
Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich als US-Präsidenten bezeichnet, nachdem ihn verschiedene US-Medien als Sieger ausgerufen hatten. Für Trump hingegen ist die Wahl noch lange nicht vorbei. Es laufen aktuell noch mehrere Klageverfahren und Nachzählungen stehen womöglich an. Aus Deutschland kamen bereits Glückwünsche.

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nachdem ihn verschiedene US-Medien als Sieger ausgerufen haben sich auch selber als Sieger der Wahl bezeichnet. Die Sender CNN und NBC beispielsweise riefen den früheren Vizepräsidenten am Samstag zum Sieger des umkämpften Duells mit Amtsinhaber Donald Trump aus.

Der US-Demokrat Joe Biden versprach daraufhin, ein “Präsident für alle Amerikaner” zu sein. Er sei “geehrt”, ausgewählt worden zu sein, “unser großartiges Land anzuführen”, schrieb Biden am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. “Die Arbeit, die vor uns liegt, wird hart sein, aber ich verspreche euch: Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein – ob ihr für mich gestimmt habt oder nicht.” Er werde dem Vertrauen gerecht werden, das in ihn gesetzt worden sei.

Bidens künftige Vize-Präsidentin, Kamala Harris, schrieb im Online-Dienst Twitter ebenfalls, dass viel Arbeit vor ihnen liege. “Lasst uns anfangen”, hob sie hervor. Zugleich verwies Harris darauf, dass es bei dieser Wahl um sehr viel mehr als um Biden oder sie gehe. “Es geht um die Seele Amerikas und unseren Willen, dafür zu kämpfen.”

Trump: „Die Wahl ist noch lange nicht vorbei“

US-Präsident Donald Trump erkennt den von Medien ausgerufenen Sieg seines Herausforderers unterdessen nicht an. “Fakt ist: Die Wahl ist noch lange nicht vorbei”, erklärte Trump am Samstag.

„Wir alle wissen, warum Joe Biden es eilig hat, sich fälschlicherweise als Sieger auszugeben, und warum seine Medien-Verbündeten sich so sehr bemühen, ihm zu helfen: Sie wollen nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Der einfache Fakt ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist. Joe Biden wurde nicht als Sieger eines Staates zertifiziert, geschweige denn eines der hart umkämpften Bundesstaaten, die auf obligatorische Nachzählungen zusteuern, oder Bundesstaaten, in denen unsere Kampagne gültige und legitime rechtliche Anfechtungen gestartet hat, die über den endgültigen Sieger bestimmen könnten “, sagte Trump in einer Erklärung.

„In Pennsylvania zum Beispiel wurde unseren legalen Wahlbeobachtern kein sinnvoller Zugang gewährt, um den Zählprozess zu verfolgen. Eine rechtmäßige Wahl entscheidet, wer Präsident ist, nicht die Nachrichtenmedien “, fügte Trump hinzu.

Das Trump-Wahlkampfteam werde am Montag (9.11.) anfangen, Klage vor Gericht zu erheben, um sicherzustellen, dass die Wahlgesetze vollständig eingehalten werden und der rechtmäßige Gewinner als Präsident platziert wird.

Während viele Bundesstaaten einen klaren Sieger haben, sind die Ergebnisse in einigen Staaten, die sich als Schlachtfeld herausstellten, nahe beieinander.Die Ergebnisse von Arizona, Nevada, Georgia, North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin werden von dem Trump-Wahlkampfteam angefochten oder beide Kandidaten liegen so nah beieinander, dass der Sieger bis Samstag nicht ausgerufen wurde.

Georgia ist auf dem Weg zu einer Nachzählung. Trump kommt Biden in Arizona bei der Stimmenzahl immer näher. Der Bundesstaat Pennsylvania fordert eine vollständige Prüfung des Wahlergebnisses. Und Gerichtsverfahren dort und anderswo, bei denen es hauptsächlich um die Briefwahl geht, sind am laufen.

Trump hat seit dem Wahltag mehrfach einen Wahlbetrug angeprangert. Der Amtsinhaber wirft den Demokraten vor, ihm die Wiederwahl “stehlen” zu wollen, und will bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen.

Nach tagelangem Warten hatten eine ganze Reihe von großen US-Sendern den Demokraten Biden am Samstag zum Sieger der US-Präsidentschaftswahl ausgerufen. Biden gewann ihrer Berichterstattung nach den Schlüsselstaat Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten – und damit auch die gesamte Wahl.

Glückwünsche aus Deutschland

Nach dem von den Medien ausgerufenen Sieg für Biden kamen erste Glückwünsche aus Deutschland. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans schrieb: “Ich wünsche ihm eine gute Hand für die USA und die Weltgeschicke”.

“Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der nächsten US-Regierung”, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. “Wir wollen in unsere Zusammenarbeit investieren, für einen transatlantischen Neuanfang, einen New Deal.“

Auch in den ersten Reaktionen weiterer Regierungsmitglieder kam Freude über den Ausgang der US-Wahl auf.  “Congratulations” (“Glückwunsch”), twitterte Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) an Biden gerichtet. “Jetzt gibt es die Chance, ein neues und spannendes Kapitel in den transatlantischen Beziehungen aufzuschlagen”, schrieb Scholz. “Die USA bleiben der wichtigste und engste Partner Europas. Es gibt viel zu tun.”

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Biden ebenfalls gratuliert und ihm die enge Partnerschaft Deutschlands zugesichert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem US-Demokraten Joe Biden auch anschließend gratuliert. Sie freue sich auf die „künftige Zusammenarbeit mit Präsident Biden“, schrieb Merkel in einer am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter verbreiteten Mitteilung. „Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen“, schrieb sie weiter. Sie wünsche Biden und der künftigen Vizepräsidentin Kamala Harris „von Herzen Glück und Erfolg“.

(dts/afp/so)



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