Altkanzler Schröder glaubt nicht an Koalition zwischen SPD und Linken

"Ich glaube nicht, dass man das hinbekommt, solange die Familie Lafontaine in der Linkspartei tonangebend ist", sagt Altkanzler Gerhard Schröder mit Blick auf eine Koalition zwischen SPD und der Linkspartei.
Titelbild
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (L) und Martin Schulz Mitte Februar in Berlin.Foto: Stephanie Pilick/dpa
Epoch Times1. April 2017

Altkanzler Gerhard Schröder hält eine Koalition der SPD mit der Linkspartei derzeit nicht für realistisch. „Ich glaube nicht, dass man das hinbekommt, solange die Familie Lafontaine in der Linkspartei tonangebend ist“, sagte Schröder dem „Spiegel“ vom Samstag. Rot-Rot-Grün sei erst machbar, wenn bei der Linken Politiker wie der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow das Sagen hätten.

Zudem müsse ein Linksbündnis zu Bedingungen der SPD umgesetzt werden, forderte Schröder. „Wir erklären, wer Koch und wer Kellner ist.“

Schröder warnte den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz vor einer inhaltlichen Annäherung an die Linkspartei. Mit Parolen, die nach Lafontaine klängen, werde es der SPD nicht anders gehen als der Union auf der Rechten. „Dann wählen die Leute das Original und nicht das Plagiat“, betonte Schröder. Er sei sicher, „dass Martin Schulz das ganz genau weiß“.

Schröder verwies zudem darauf, dass sich ohne ökonomische Kompetenz in Deutschland keine Wahlen gewinnen ließen. Deswegen werde Schulz kein Wahlprogramm zulassen, „das diese ökonomische Kompetenz der SPD infrage stellt“.

Offiziell will sich die SPD im Wahlkampf nicht auf einen Partner festlegen, sondern ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf ziehen. Diese Linie hatten führende Sozialdemokraten erst zu Beginn der Woche nach der Wahl im Saarland bekräftigt. Die Linken fordern dagegen von der SPD, mit einem klaren Bekenntnis zu einem Linksbündnis Wahlkampf zu machen. (afp)



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