FDP warnt vor Einschränkungen bei E-Scootern: Manche Fahrer sind „einfach zu doof“

Epoch Times5. August 2019 Aktualisiert: 5. August 2019 13:34
"Wir sind jetzt in einer Einführungsphase. Das Angebot wieder einzuschränken, ist völlig unangemessen", warnte Christian Jung (FDP) zur Einschränkung der E-Roller.

In der Debatte über E-Scooter warnt der FDP-Verkehrspolitiker Christian Jung davor, die Roller prinzipiell zu verteufeln.  Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe) sagte er: „Wir sind jetzt in einer Einführungsphase. Das Angebot wieder einzuschränken, ist völlig unangemessen.“ Er fügte hinzu:

Es gibt auch immer Verrückte, die einfach zu doof sind, so ein innovatives Verkehrsmittel regelgerecht zu nutzen.“

Probleme mit den E-Scootern gebe es nur in „ausgewählten, touristischen Hotspots“. Jeder, der einen Roller ausleihe, hafte auch dafür, „wenn er ihn falsch abstellt“, so der FDP-Politiker. Allerdings müssten die Verleiher an Lösungen für das Abstellproblem mitarbeiten.

Bereits am Wochenende hatte der Sozialverband Vdk schärfere Regeln gefordert. „Für kleine Kinder, für Ältere und für Menschen mit Behinderung ist das Risiko am höchsten“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele gegenüber RND.  Sie kritisierte:

E-Roller in diesem großen Maßstab einzuführen, war unbedacht.“

Es würde sich zeigen, dass diese Fahrzeuge eher eine Alternative für Fußgänger oder zum Fahrrad sind. Und das sorge für jede Menge Probleme.

Auch der Deutsche Städtetag fordert „klarere Spielregeln“ für die E-Scooter. Nach den ersten Wochen der Einführung sagte Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy:

Auch wir haben die Anfangsschwierigkeiten unterschätzt, es läuft noch nicht alles rund.“

Laut Dedy würden die Benutzer der E-Scooter diese eher Spielzeug denn als Verkehrsmittel betrachten. Bessere Information seitens der Anbieter über die Nutzungsbedingungen sollen Abhilfe schaffen. Zusätzlich müsse sichergestellt werden, dass die Roller nicht überall herumstehen und andere gefährden oder einschränken. (dts/sua)

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