FPÖ-Chef traut Petry erfolgreichere Kanzlerschaft als Merkel zu

Epoch Times25. September 2016 Aktualisiert: 25. September 2016 9:19
Strache sprach sich für einen Umbau der Europäischen Union (EU) in ein "Europa der Vaterländer" aus, in dem die kleineren Staaten mehr Gewicht erhalten sollten. "Es kann nicht angehen, dass die größeren Länder wie Deutschland ihnen sagen, wo es langgeht."

Der Parteichef der rechten FPÖ in Österreich, Heinz-Christian Strache, traut der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry zu, als mögliche Kanzlerin in Deutschland erfolgreicher zu regieren als Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU). „Sie kann es nur besser machen“, sagte Strache der „Welt am Sonntag“. „Was da in Deutschland angerichtet wurde, das kann man nicht mehr schlechter machen“, sagte Strache.

„Bei all dem Schaden, den Frau Merkel anrichtet, habe ich keine Schadenfreude“, sagte Strache. „Im Gegenteil, ich bin zutiefst besorgt über ihre unverantwortliche Willkommenskultur.“ Die Wirtschaftsmigranten, die gekommen seien und noch kämen, belasteten alle Staaten Europas. „Das sind jedenfalls keine Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention.“

Deutschland unter Kanzlerin Merkel hätte sein Gewicht einsetzen müssen, um Konflikte zu beseitigen und viel früher den Nachbarn Syriens zu helfen, kritisierte Strache. „Stattdessen hat auch Deutschland die Hilfe für die Flüchtlingslager rund um Syrien sogar reduziert. Wo war da die Menschlichkeit?“

Außerdem seien das Schengen-Abkommen und die Dublin-Vereinbarung außer Kraft gesetzt worden. „Damit hat Frau Merkel dem europäischen Gedanken geschadet.“ Strache sprach sich für einen Umbau der Europäischen Union (EU) in ein „Europa der Vaterländer“ aus, in dem die kleineren Staaten mehr Gewicht erhalten sollten. „Es kann nicht angehen, dass die größeren Länder wie Deutschland ihnen sagen, wo es langgeht.“

Deshalb sei er auch dafür, dass Österreich die Aufnahme in die Visegrád-Gruppe beantrage – einen Zusammenschluss der EU-Staaten Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei. „Ihre Mitglieder sollten gemeinsam deutlich machen, dass ein EU-Flüchtlingsverteilungsschlüssel mit uns allen nicht zu machen ist.“

(dts Nachrichtenagentur)

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