Garmisch wird arabisch: So passt sich das bayerische Kleinod an reiche Touristen an

Epoch Times17. August 2016 Aktualisiert: 17. August 2016 16:59
Vermögende Araber besuchen im Sommer gerne den bayerischen Kurort Garmisch. Mittlerweile sind in dem Urlaubsgebiet viele Schilder und Speisekarten auch mit arabischen Schriftzeichen versehen.

Vor allem wenn es am Persischen Golf so richtig heiß ist, kommen die arabischen Gäste nach Garmisch, berichtet „Die Welt“. Im bayrischen Urlaubsgebiet haben sich inzwischen die Geschäfte darauf eingestellt.

Überall sind arabische Schriftzeichen zu sehen. Nicht nur die Speisekarten sind auf Deutsch und Arabisch. Ein Cafe verkauft sogar echten, aus Kuwait eingeflogenen, arabischen Kaffee, heißt es. Dieser werde auch nach arabischer Tradition serviert.

Zudem gebe es ein türkisches Grill-Restaurant, dass generell kein Schweinefleisch anbiete. Man habe sich ausschließlich auf Halal-Kost spezialisiert. Das bedeutet, die Tiere werden nach islamischer Art geschlachtet, wie ein Mitarbeiter der Zeitung erklärt.

„Die Schriftzeichen sind befremdlich“

Viele Garmischer würden sich allerdings nur langsam an die arabischen Schriftzeichen gewöhnen. Eine Bürgerin gibt zu: “Es ist für mich befremdlich. Ich finde es nicht so schön. Ich möchte gern die Tradition hier sehen. Ein anderer sagt, er finde es eigentlich ganz gut. “Dann fühlt man sich hier mal ein bisschen, wie, wenn man im Urlaub wäre.”

Beim Essen mit einer Familie aus Kuwait, zu dem die Reporterin spontan eingeladen wird, erfährt sie, was für die Kuwaiter an Garmisch so besonders ist. Eine Frau liebt vor allem die traditionelle Kleidung. Garmisch sei so familiär, sagt ein Mann der Familie der Journalistin. In Kuwait gilt Garmisch als heißer Tipp: „Du musst dir unbedingt Garmisch anschauen“, heiße es dort oft.

Sultan von Omar urlaubt jedes Jahr in Garmisch

Sogar der Sultan von Omar mache hier jedes Jahr Urlaub, so der Bericht. Allerdings sei er nur selten zu sehen, wie der Tourismusmanager von Garmisch, Peter Nagel, weiß. Oft wüsste man nicht einmal, dass er da ist. Er würde hier ein wenig “chillen” wollen, ein wenig ruhig und im Hintergrund sein, so Nagel.

Im Einzelhandel jedenfalls freue man sich über das überdurchschnittlich gute Geschäft. Am beliebtesten seien Sonnenbrillen – und man würde gerne handeln. Dadurch würden die arabischen Gäste mit den Verkäufern eine Beziehung aufbauen, erklärt die Mitarbeiterin eines Optikers. (dk)

https://www.youtube.com/watch?v=NqLzrbg1lDw

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