Dr. Margareta Griesz-Brisson im Interview.Foto: Epoch Times

Im Interview mit Dr. Griesz-Brisson: Kein Masken- und Impf-Zwang, keine eindimensionale Reparaturmedizin

Epoch Times7. Oktober 2020 Aktualisiert: 29. März 2021 11:46
„Die Hauptbotschaft ist: Wir müssen miteinander reden“, sagte die Neurologin Dr. Margareta Griesz-Brisson in einem Interview mit Epoch Times. Am Rande der Querdenken-Demo in Konstanz am 4. Oktober sprach sie über die Auswirkungen der Maskenpflicht für Virusängstliche und Immunvertrauende und ihre Bitte, endlich an einen Tisch zu kommen.

Die Neurologin Dr. Margareta Griesz-Brisson hat eine Gutachterpraxis in Müllheim und arbeitet auch in einer Praxis in London. Als Rednerin war sie auf der Querdenken-Demo am Wochenende in Konstanz dabei. Hier im Interview mit Nancy McDonnell von der Epoch Times.

Epoch Times: Was ist Ihr Hauptanliegen? Was wollen Sie unbedingt an die Öffentlichkeit bringen?

Dr. Margareta Griesz-Brisson: Die Hauptbotschaft ist: Wir müssen miteinander reden. Die Demonstrationen haben schon in der ersten Woche nach dem Lockdown begonnen. In meinen Augen ist die Demonstration nichts anderes als der Ausdruck unserer verzweifelten Bemühungen, mit ihnen in Kontakt zu treten und zu kommunizieren.

Wir haben keine Antworten, wir haben Fragen. Wir sind nicht dogmatisch. Wir wollen eine Diskussion, eine Kommunikation. Die meisten Menschen, die hier sind, sind außerordentlich gut informiert. Die haben nicht eine Informationsquelle genutzt, sondern viele. Und dementsprechend hoffe und wünsche ich, dass wir ernst genommen werden.

Epoch Times: Wie sehen Sie das als Neurologin mit der Maskenpflicht? Haben die getroffenen Maßnahmen aus neurologischer Sicht Auswirkungen auf die Menschen?

Dr. Margareta Griesz-Brisson: Wenn man in der Medizin eine Therapie oder Maßnahme vorschlägt, gibt es zwei Kriterien, die unbedingt erfüllt werden müssen: Ist die Wirksamkeit gegeben und welche sind die potenziellen Nebenwirkungen oder Gefährdungen? Die sollten so weit als möglich ausgeschlossen werden.

Mit der Maske wissen wir, dass Viren nicht durch diese gängigen – weder durch die Papiermasken noch durch die Stoff- oder Textilmasken – abgehalten werden. Von daher ist die Wirkung an sich schon nicht gegeben. Von daher müsste sofort die gesamte Thematik vom Tisch gewischt werden, weil es keine Wirkung gibt.

Masken, die gegen Viren wirken, sind entweder die ABC-Masken wie im Krieg oder FFP3-Masken.  Aber nicht dieses Zeug, das inzwischen als Modeartikel von Designern erstellt und verkauft wird. Also, die sind nicht wirksam.

An die ganzen Menschen, die aus Angst die Masken tragen: Bitte, wir demonstrieren nicht, weil wir keinen Respekt vor Eurer Angst haben. Aber ich bitte auch, dass ihr Euch nicht in falsche Sicherheit begebt, dass Ihr vor dieser Maske geschützt werdet. Diese Stoff- und Papiermasken schützen nicht vor Viren und nicht vor Infektionen.

Immunsystem durch „oberflächliche Atmung“ geschwächt

Also werden wir nach wie vor auf unser Immunsystem angewiesen sein. Und das Immunsystem natürlich ist geschwächt dadurch, dass wir keine tiefe Atmung haben.

Das zweite Kriterium ist der Ausschluss oder die Minimierung potenzieller Nebenwirkungen oder Gefährdungen. Und hier wissen wir, dass niemand genau Bescheid weiß. Aus der Neurologie weiß ich nur, dass das Gehirn ein sehr sauerstoffhungriges oder -gieriges Organ ist und dass es durch nichts eingeschränkt oder limitiert werden darf oder soll oder kann.

Ich würde sogar sagen, dass es meine Aufgabe ist, wenn jedweder Mensch nach einer Entschuldigung, einem Attest, einer medizinischen Befreiung fragt. Die kann und muss er bekommen, weil ich eine Gefährdung und eine akute und chronische Gefährdung nicht ausschließen kann. Von daher ist es meine ärztliche Pflicht, diesen Menschen vor einer potenziellen Gefährdung zu schützen.

So sehe ich es. Möglicherweise sieht die Ärztekammer das anders. Aber, Ärztekammer bitte, sprecht mit uns! Wir stellen euch die Fragen, wir sagen nicht die Antworten.

Eine Methode für alle Menschen gibt es nicht

Epoch Times: Es gibt mehrere Experten, die dieselben Dinge sagen wie Sie. Haben Sie eine Antwort, warum die Experten nicht gehört werden?

Dr. Margareta Griesz-Brisson: Nein, ich habe keine Antwort, auf keine dieser Fragen. Das sind diese Fragen, die einfach zum Himmel schreien. Ich weiß es nicht. Es ist nicht möglich, dass nur einige Experten, und zwar immer wieder in dieselbe Richtung, gehört werden. Es ist nicht nur die Politik zur Verantwortung zu rufen, sondern wir, die Ärzte, die Ärztekammern und die Gesundheitsämter, hätten die Sache stoppen müssen oder müssen sie jetzt stoppen. Es gibt in der Medizin keine Eine-Methode-für-alle – bitte sagen Sie mir eine Methode, eine für alle – so etwas gibt es nicht.

Wenn Menschen sich durch die Maske geschützt fühlen, sollen sie aber auch die Information dazu haben, damit sie eine informierte Entscheidung treffen können. Dann dürfen sie gerne die Maske tragen.

Vielleicht sollten wir so etwas machen wie Raucherabteil/Nichtraucherabteil, damit jeder zu seinem Recht kommt. Wer sich durch die Maske geschützt fühlt, soll sie tragen.

Wer sich durch die Maske belastet fühlt, soll sie nicht tragen. Wir müssen zu irgendeinem Konsens kommen, dass beide Teile gehört werden. Ich kann es nicht verantwortet, dass jedem Menschen in unserem Land inklusive Kindern eine Methode oder eine Maßnahme aufgezwungen wird, die sie potenziell gefährdet.

„Diese unterschwellige Angst“

Epoch Times: Erinnert Sie das an den damaligen Sozialismus? Da war es ja ähnlich, auch im Kommunismus. Es wird immer nur eine Gruppe Menschen gehört und eine Gegenstimme darf es nicht geben.

Dr. Margareta Griesz-Brisson: Was mich sehr stark daran erinnert, ist diese unterschwellige Angst. Und das wurde sehr stark praktiziert im Kommunismus. Ich kann mich erinnern, dass ich – also als Kind merkt man das nicht, aber als Halberwachsene – immer unterschwellige Angst hatte, immer das Gefühl: Habe ich jetzt etwas Falsches gesagt, habe ich jetzt etwas Falsches gedacht? Könnte man das falsch auslegen?

Meine Mutter war als erste in Deutschland. Der Rest der Familie konnte zwei Jahren später nachkommen. Die zwei Jahre waren wirklich die schlimmsten, die schwersten meines Lebens. Da war ich absoluter Dauergast bei der Polizei.

Ich muss aber sagen, wir wurden nie gequält oder etwas. Es war immer diese unterschwellige Drohung und das unterschwellige Angstmachen. Das habe ich hier jetzt auch ein bisschen, das Gefühl: Hier ist jetzt dieses Virus, das uns überall gefährdet – Mitmenschen, mein Kind oder alte Menschen. Die Menschheit hat Jahrhunderte, Jahrtausende überlebt mit den Fähigkeiten des Immunsystems, mit den Fähigkeiten, die wir haben.

Keine eindimensionale Reparaturmedizin

Nicht, dass ich undankbar bin allen Entwicklungen der Medizin gegenüber. Aber reduziert es doch bitte nicht darauf: Wenn wir einer Gefährdung ausgesetzt sind, wäre das einzige, was uns retten kann, ein pharmazeutisches Mittel, eine Spritze, eine Impfung oder sonst etwas. Also ich will eine rationale Diskussion über das Ganze haben.

Und die Fragen der Impfung – wenn man impfkritisch ist, ist man sofort Impfgegner. Also Impfgegner bin ich überhaupt nicht. Aber ich verlange Respekt vor einer medizinischen Methode oder einem Medikament; und zwar muss die Wirksamkeit eindeutig und zweifellos nachgewiesen sein. Ich muss wissen, warum ich dieses Mittel bekomme.

Und zweitens müssen die Gefährdungen minimiert oder ausgeschaltet sein. Und sobald eine solche Impfung auf dem Markt ist, selbstverständlich – aber auch dann nicht als Zwang, sondern jedem Menschen, der das will. Ich denke, dass die Virusängstlichen und die Immunvertrauenden miteinander leben können – wie irgendwann einmal Raucher und Nichtraucher miteinander gelebt haben, ohne dass einer dem anderen seine Meinung aufzwingen muss.

„Was kann ich dafür tun“ statt „Was kann mein Chef tun?“

Wenn ich einem Problem gegenüberstehe, ist meine erste Frage: Was kann ich dafür tun? Meine erste Frage ist nicht, was kann mein Nachbar tun, was kann mein Chef tun, sondern: Was kann ich tun? Wenn ich dann alles getan oder alles durchgedacht habe, was ich selber tun kann, dann gehe ich einen Schritt weiter.

Und genau dies ist der Teil, dass der Bevölkerung der Glaube gegeben und vermittelt und verstärkt wird – wir können eine Menge tun. Ich glaube, jetzt hat Frau Merkel damit begonnen, dass wir die Fenster öffnen sollen. Das ist okay, vielleicht brauchen wir tatsächlich ein bisschen mehr Sauerstoff.

Das tiefe Durchatmen, die Lunge gut, gut, gut durchlüften, das ist so wichtig. Eine schlecht durchlüftete Lunge ist genau die Basis für eine Atemwegserkrankung, für eine Lungenentzündung. Und mit der Maske können wir einfach nicht gut genug durchatmen.

Den Wert darauf legen, was jedes Individuum, jeder Mensch für sich selber tun kann. Denn die nächste Grippe kommt bestimmt. Und es ist durchaus möglich, dass die Grippe schlimmer wird. Wir hatten einen Sommer in Angst, in Trennung, in Eingeschlossensein. Wir lagen nicht in Griechenland auf der Insel in der Sonne und haben dort Vitamin D getankt.

Bearbeitung und Redaktion (sua)



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