Nach Hamborner Clan-Kämpfen: Kraftloses Stadt-Statement von Duisburgs OB Link (SPD)

Zwei Nächte, zwei Massenschlägereien, rivalisierende Gruppen, die mit Baseballschlägern, Messern und Macheten aufeinander losgingen: Die Polizei musste jeweils mit einem Großaufgebot eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern.

Die Hintergründe sind unklar, die Beteiligten schweigen gegenüber der Polizei. Politische Gründe werden jedoch ausgeschlossen. Die Polizei vermutet Revierkämpfe im kriminellen Milieu hinter den Kämpfen, die sich am Montagabend und am Dienstagabend zugetragen haben.

Eine Frau sagte der „RP“:

Der Stadtteil ist total heruntergewirtschaftet. Die Stadt hat hier total versagt. Polizei und Ordnungsamt sind völlig hilflos. Ich habe mittlerweile Angst davor, abends noch auf die Straße zu gehen.“

(anonym, ehemalige Geschäftsinhaberin vom Altmarkt)

SPD-Regierung mit Standard-Aussage

In einer gemeinsamen Erklärung von Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) und Erkan Üstünay, dem Integrationsratsvorsitzenden, hieß es in der Zeitung „Der Westen“:

Unsere gemeinsame Position ist eindeutig: Ein Rechtsstaat kann nicht akzeptieren, dass Einzelne oder Gruppen meinen, sich außerhalb unseres Wertesystems bewegen zu können.“

(Stadt Duisburg)

Massenaufläufe, die in Gewalt ausarten, seien mit unserem Demokratieverständnis unvereinbar.

Humanität, Toleranz, Respekt und der demokratische Umgang miteinander sind die Grundwerte, an denen sich unser Zusammenleben orientiert. Wir alle wollen in einer friedlichen, offenen und demokratischen Gesellschaft leben.“

(Stadt Duisburg)

Doch was, wenn Teile der Bevölkerung die Toleranz der Gesellschaft schamlos ausnutzen? Wurde zu lange bei Problemen weggeschaut, die gesellschaftliche Veränderung und ein rechtzeitiges Eingreifen politisch verschlafen?

Weiter im Text: Gewalt könne und dürfe keine Lösung sein. Man werde sich auch zukünftig gegen „Übergriffe dieser Art mit allen dem Rechtsstaat zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen“, so das Statement.

https://www.youtube.com/watch?v=uK0MiU7HGFE

Hamborn – ein untergehender Stadtbezirk

Im Stadbezirk Hamborn im Norden von Duisburg mit seinen Stadtteilen Alt-Hamborn, Marxloh, Obermarxloh, Neumühl und Röttgersbach liegt die Arbeitslosenquote bei 15 Prozent. Besonders in Marxloh und Alt-Hamborn gibt es einen überdurchschnittlichen Ausländeranteil und eine unterdurchschnittliche Bildungsquote, so die „RP“.

Die Zeitung zitiert einen Gewerbetreibenden vom Altmarkt zu den Vorfällen von Montag und Dienstag:

Ich lebe nun seit 53 Jahren in Hamborn, so etwas habe ich noch nie erlebt.“

(Michael Feller, Modegeschäft)

Hamborn war dem Bericht zufolge früher das stolze Zentrum des Duisburger Nordens. Kohle und Stahl brachten zahllose Arbeiter aus den Gebieten östlich von Deutschland in die Stadt. Sie waren katholisch, integrierten sich schnell und gut in die Gesellschaft. Viel Geld wurde verdient und auch wieder hier ausgegeben. Die Gegend florierte.

Selbst die seit den 1950er-Jahren überwiegend aus der Türkei eingereisten Gastarbeiter konnten sich mehr oder weniger gut einfügen. Ihre Kinder und Enkel seien jedoch von Arbeitslosigkeit und Hartz IV betroffen. Damit führte ihr Weg der Aussichtslosigkeit oft in die Kriminalität.

Nordstadt: Kämpfe zwischen Libanesen und Türken

Wie die „Rheinische Post“ in diesem Zusammenhang berichtet, entbrannten mit dem Zuzug libanesischer Großfamilien im Norden von Duisburg Revierkämpfe mit den dortigen türkischen Kriminellen im Kampf um Drogen, Prostitution, Glücksspiel und Waffen.

Heute regiert hier die Angst. Kaum jemand ist bereit, über die Vorfälle der letzten Tage zu reden.

Video: +++ Großeinsatz der Polizei in Duisburg Hamborn (Altmarkt) +++ Wir bitten Sie umgehend diesen Bereich zu meiden! +++

 

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/nach-hamborner-clan-kaempfen-kraftloses-stadt-statement-von-duisburgs-ob-link-spd-a2387658.html