Nach harter Kritik: „ARD“ löscht Twitter-Kommentar zur Bildung Baerbocks

Von 4. Mai 2021 Aktualisiert: 4. Mai 2021 19:26
Annalena Baerbock wurde auf Twitter scharf kritisiert. Die „ARD“ verteidigte die Grünen-Kanzlerkandidatin. Nach heftiger Kritik sah sich der Sender offenbar gezwungen, den Tweet zu löschen.

Grünen-Politikerin Annalena Baerbock rückt in den Mittelpunkt des Bundestagswahlkampfs. Für ihre Auftritte erntet sie lobende, aber auch tadelnde Worte. Mit scharfer Kritik sah sich die 40-Jährige nun auf Twitter konfrontiert. „ARD“ verteidigte die Grünen-Politikerin in einem Tweet, erntete dafür aber einen Sturm der Entrüstung.

Ausgang der Geschehnisse war eine Sendung von „Maischberger“, wo eine Journalistin der „Bild“-Zeitung erklärte, sie wolle als Kanzlerkandidatin „niemand haben, der noch Lehrling ist“.

Ein Twitter-User griff die Aussage auf und schrieb auf der Plattform: „Dass Politiker traditionell keine Fachkenntnisse besitzen, ist hinlänglich bekannt. Die Grünen haben es allerdings salonfähig gemacht, politische Ämter auch ohne Allgemeinbildung zu besetzen.“

Das Social-Media-Team von „ARD“ schrieb als Antwort: „Wie kommen Sie dazu, dass Frau Baerbock nicht gebildet ist? Schauen Sie sich die Ausbildung der Frau an. Wenn das keine Bildung ist…“

Nach heftiger Kritik löschte die „ARD“ den Twitter-Eintrag wieder. Darunter auch einen Tweet von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die am Sonntag schrieb: „Die Bundesgeschäftsstelle der Grünen hätte nicht besser antworten können“.

Der Sender kommentierte die Löschung wie folgt: „Wir haben unsere Antwort vom 1. Mai auf den Tweet zur Bildung von Politikern gelöscht, weil sie nichts mit dem Programm des Ersten zu tun hat. Wir bitten um Entschuldigung.“

Kurz davor sah sich das „ZDF“ nach heftiger Kritik veranlasst, einen Tweet zu löschen: Der öffentlich-rechtliche Sender wurde mit dem Vorwurf konfrontiert, in einer Twitter-Nachricht Gewalt von linksradikalen Gruppierungen verharmlost zu haben. In dem Tweet des Senders hieß es: „Brennende Baumaschinen, Angriffe auf Wohnungsunternehmen“ passierten, weil „Wohnraum immer knapper und teuer wird“. Nach einem Sturm der Entrüstung wurde der Eintrag gelöscht.


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