Corona-Impfungen.Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa

Impfversagen: Hochrisikopatientin hat keine Antikörper im Blut

Epoch Times5. Juli 2021 Aktualisiert: 6. Juli 2021 10:20
Um sich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, ließ sich Frau Zumpfe, die bereits zwei Organe transplantiert bekommen hatte, gegen das Virus impfen.

Seit ihrer Kindheit litt Sandra Zumpfe an einem unheilbaren Herzfehler. Nachdem sich ihre Gesundheit verschlechtert hatte, wurde ihr das Herz eines Spenders transplantiert.

Wegen Komplikationen während und nach der Operation musste Frau Zumpfe vier Jahre später in einer weiteren Operation eine Niere ersetzen lassen, erzählte sie in einem Interview dem „Merkur“.

Die 42-jährige Münchnerin nimmt täglich Medikamente zu sich, damit ihr Körper die fremden Organe nicht abstößt. Diese „Immunsuppressiva“ verhindern die Abstoßung, machen Frau Zumpfe aber auch besonders anfällig für Infektionen.

„Als Organstransplantierte zähle ich bei Corona zu den Hochgefährdeten. Deshalb war ich überglücklich, als ich schon früh mit Biontech geimpft werden konnte – doch dann stellte eine Blutuntersuchung im Labor fest, dass ich praktisch keinerlei Antiköprer gebildet hatte.“

Aufgrund ihrer Krankheitsgeschichte gehört Frau Zumpfe zur Hoch-Risikogruppe und war darum auch sehr erleichtert, nachdem sie im April ihre zweite Corona-Impfung erhalten hatte.

Es war ein großer Schock als bei einer Laboruntersuchung des Blutes festgestellt wurde, dass ihr Körper kaum Antikörper auf das Virus hatte bilden können. Die zu erwartende Schutzwirkung war nicht eingetreten. Die 42-Jährige bezeichnet sich selbst als eine „Impf-Versagerin“ – ein frustrierender Umstand.

Damit für Menschen wie mich wieder ein normales Leben möglich wird, ohne Angst vor Ansteckung, bin ich auf einen hohen Impfschutz in der Bevölkerung angewiesen.“

In einem Interview mit dem Münchner „Merkur“ Anfang Juni erzählte Frau Zumpfe, dass sie eine besonders schwere Zeit durchmache. Sie teile dieses Leid mit allen Transplantierten.

Die Impfung gegen das Virus war eine große Hoffnung von Frau Zumpfe gewesen, sich wirksam gegen eine Infektion schützen zu können.

Sie hofft auf die dritte Impfung

Sie hofft nun auf eine dritte Impfung, damit ihr Körper vielleicht doch noch auf den Impfstoff anspringt. Solange die Ständige Impfkommission (STIKO) das nicht empfehle, bliebe ihr nichts anderes übrig, als sich möglichst vorsichtig zu verhalten.

Seit dem Beginn der Corona-Krise, lebt Frau Zumpfe zurückgezogen, trifft laut eigenen Aussagen in der „Bild“ fast nie Freunde und kann noch nicht unbeschwert am Leben teilnehmen. „Ich mache nicht mehr viel“, erläuterte sie, da sie Orte, wo sich viele Menschen ansammeln, meidet.

Für Frau Zumpfe wäre das baldige Erreichen der Herdenimmunität wichtig: „Ich bitte wirklich alle, die sich impfen lassen können, das auch zu tun!“, so Zumpfe. Sie hoffe sehr, dass auch die Zögerlichen sich noch für eine Impfung entscheiden können. Dabei zähle sie auch auf die Politik.

Ich hoffe, dass die Politik alles tut, die Menschen, die bei der Impfung noch zögern, zu erreichen.“

Ihr Leben hat sich mit den gespendeten Organen deutlich verbessert. Starke Einschränkungen hat sie dennoch. Frau Zumpfe könnte in der Zukunft weitere Operationen benötigen. Das Risiko einer Abstoßung oder einer Schädigung weitere Organe, aufgrund der Medikamente, kann nicht ausgeschlossen werden.

Frau Zumpfe ist ihren Spendern sehr dankbar und feiert jedes geschenkte Lebensjahr umso mehr. (nw)

Im Video spricht Frau Zumpfe mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn über die Organspende.



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