Schleswig-Holstein führt strenge Kontaktbeschränkungen ein.Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa

Schleswig-Holstein kündigt harte Kontaktbeschränkungen an: 10 Personen dürfen zusammenkommen

Epoch Times27. Oktober 2020 Aktualisiert: 27. Oktober 2020 17:33
Schleswig-Holstein prescht vor und kündigt harte Kontaktbeschränkungen für drei Wochen an. Dies soll unabhängig von den Ergebnissen der bevorstehenden Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel gelten.

Angesichts der Corona-Zahlen will Schleswig-Holstein generell harte Kontaktbeschränkungen ergreifen. Die Zahl 10 werde die Obergrenze für alle Bereiche auch im Freien in den nächsten drei Wochen sein, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag in Kiel.

Dies gelte auch für den Sport, so dass maximal 10 Personen in getrennten Kohorten noch trainieren dürfen. Der Spielbetrieb im Amateurfußball müsse pausieren. Diese Maßnahmen sollen am Freitag in einer Landesverordnung beschlossen werden.

Die Kontaktbeschränkungen würden unabhängig von den Ergebnissen gelten, die am Mittwoch bei der Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen werden, betonte Günther. Zugleich kündigte er an, dass die Maskenpflicht im Schulunterricht ab Klasse 5 um drei Wochen verlängert wird. Sie war nach den Herbstferien am 19. Oktober in Schleswig-Holstein zunächst für 14 Tage eingeführt werden.

Zudem wird die Maskenpflicht auch auf die Grundschulen, also die Klassen 1 bis 4 ausgeweitet. Dies gelte aber nur in Regionen, in denen der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten werde, erläuterte der Regierungschef. In Schleswig-Holstein sollen Veranstaltungen in den nächsten drei Wochen maximal mit 100 Personen stattfinden dürfen.

Schleswig-Holstein habe rechnerisch noch etwa zwölf Tage Vorsprung vor der durchschnittlichen Corona-Entwicklung in ganz Deutschland, sagte Günther. Man wolle verhindern, in zwölf Tagen so schwierig dazustehen wie andere Bundesländer. Es gelte, Schulen und Kitas offenzuhalten. (dpa)


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