Besucher auf der Leipziger Buchmesse am 17. März 2018.Foto: ROBERT MICHAEL/AFP/Getty Images

Wo waren die bösen rechten Verlage auf der Buchmesse?

Epoch Times19. März 2018 Aktualisiert: 6. August 2020 22:11
Die Fernsehshow auf der Leipziger Buchmesse: Von 104.700 m² Ausstellungsfläche waren 35 m² von sogenannten „rechten“ Verlagen belegt. Wie sollen diese beiden eine Gefahr für die restlichen 2.500 anderen Verlage darstellen? Heiko Schrang, Autor und Verleger, war vor Ort und hat zugeschaut.

Im Vorfeld der Leipziger Buchmesse wurde der Eindruck erweckt, dass die Buchmesse von „rechten“ Verlagen dominiert wird. Heiko Schrang war vor Ort, um sich ein persönliches Bild von der tatsächlichen Lage zu machen. Die große „Rechts gegen Links“-Show erwies sich als ein Witz.

„Von den 104.700 m² Ausstellungsfläche (brutto) waren maximal 35 m² von sogenannten ‚rechten‘ Verlagen belegt. Denn konkret vor Ort waren diesmal nur Compact und der Antaios Verlag. Wie sollen diese beiden eine Gefahr für die restlichen 2.500 anderen Verlage darstellen? Hier wurde mal wieder aus einer Mücke ein Elefant gemacht.“

Heiko Schrang sprach am Samstag mit dem Verleger Götz Kubitschek (Antaios), der es bedauert, dass immer nur über ihn gesprochen wird und nicht mit ihm. Auf seine Frage, wo denn die Proteste seien, sagte er, dass es bisher ruhig geblieben sei, aber es wohl in ein paar Stunden losgehen würde. Heiko Schrang fragte erstaunt, woher er denn das wüsste?

Götz Kubitschek verwies auf diverse große, professionelle Fernsehkameras, die zu diesem Zeitpunkt aufgebaut wurden. Kameraleute brauchen etwa eine Stunde, um für ein Set alles vorzubereiten.

Mit anderen Worten, wie in einer Mainstream-Fernsehshow, wo nichts dem Zufall überlassen wird, arbeiten auch hier Kamerateams und bezahlte ‚Demonstranten‘ Hand in Hand,“ stellte Schrang fest.

Er nahm daraufhin zum vorhergesagten Zeitpunkt seine eigene Kamera und filmte die Protestler – vorher war es an dieser Stelle der Buchmesse ganz normal und ruhig zugegangen.

Wie man im Video sehen kann, brüllten die 150 bis 200 pünktlich erschienenen „Gegendemonstranten“ wie einstudiert dafür, im Sinne Merkels noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland zu holen.

Was die Literaturbranche noch bewegt:

Klaus-Rüdiger Mai kündigt die Zusammenarbeit mit Suhrkamp auf

Immer mehr Menschen hinterfragen die offiziellen Sichtweisen. Jüngster Fall ist der Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai, der seine Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp-Verlag aufkündigte. Der Suhrkamp-Verlag hatte sich nämlich von Uwe Tellkamp distanziert, weil dieser sich kritisch zu Merkels Flüchtlingspolitik geäußert hatte.

Klaus-Rüdiger Mai schrieb einen kurzen Offenen Brief an den Verlag:

Sehr geehrter Herr Sparr,

nach der Entgleisung des Verlages in Sachen Uwe Tellkamp scheint der vormals renommierte Suhrkamp-Verlag sich zu einem Parteiverlag zu entwickeln.

Linkes Denken mag sich darin ausdrücken, liberales hingegen nicht, denn dieses Denken findet sich in dem Voltaire zugeschriebenen Apercu: ich bin zwar nicht Ihrer Meinung, aber ich werde alles tun, damit sie Ihre Meinung frei äußern (und publizieren) können.

Sie haben sich gegen die Vielfalt und für die politische Einfalt entschieden. Ich sehe nicht und glaube auch nicht, wie ein kritischer Essay, wie ich ihn projektiert habe, bei Ihnen erscheinen kann. Ich ziehe hiermit meinen Vorschlag zurück. Er wird andernorts und mit mehr Recht erscheinen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus-Rüdiger Mai

Heiko Schrang schlägt vor, dass es Zeit ist, aufzuhören, über Menschen, die wir nicht kennen, zu urteilen. Statt dessen sollten sich die Menschen ein Beispiel an einer alten indianischen Weisheit nehmen:

Wenn du nicht 1000 Meilen in den Mokassins des anderen gegangen bist, hast du kein Recht, über ihn zu urteilen.“

(ks)

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