Notre-Dame: Spendenwebseite hält Ansturm kaum stand – fast eine Milliarde eingegangen

Epoch Times17. April 2019 Aktualisiert: 17. April 2019 15:17

Die Spendenbereitschaft nach dem Großbrand von Notre Dame ist ungebrochen. Die Summe von einer Milliarde Euro dürfte bald überschritten sein:

Allein 600 Millionen Euro kamen bis Dienstagabend durch Großspenden der Milliardärsfamilien Arnauld (Luxuskonzern LVHM), Pinault (Kering) und Bettencourt (L’Oréal) sowie durch den Ölkonzern Total zusammen.

Weitere Spenden zwischen zehn und 20 Millionen Euro versprachen der Milliardär Marc Ladreit, der Bauriese Bouygues, die Familie Decaux, die brasilianische Milliardärin Lily Safra und ihre Stiftung, die Bankengruppe BPCE, die Bank Société Générale sowie der Versicherungskonzern Axa.

Stadt Paris stellt 50 Millionen frei

Die Stadt Paris will 50 Millionen Euro freistellen. Die Region Ile-de-France, die größtenteils dem Großraum Paris entspricht, kündigte eine Soforthilfe von zehn Millionen Euro an.

Insgesamt 3,5 Millionen Euro wollen die Regionen Auvergnes Rhône Alpes und Okzitanien beisteuern. Andere Regionen und Städte wie etwa Rennes, Nantes, Bordeaux und Toulouse stellten ebenfalls Hilfen in Aussicht.

Die französische Regierung will vier Organisationen offiziell mit der nationalen Spendenaktion betrauen, unter anderem die Kulturerbe-Stiftung Fondation du Patrimoine.

Webseite brach mehrmals zusammen

Die Kultur-Stiftung sammelt bereits seit Montag – weil die Website unter dem Ansturm immer wieder zusammenbrach, wurde noch eine weitere Seite eingerichtet: rebatirnotredamedeparis.fr. Einzelspenden liefen zudem auf unzähligen anderen Plattformen ein.

Nach dem Brand des Pariser Wahrzeichens kennt die Solidarität auch keine Länder-Grenzen. Vor allem aus den USA wurden viele Spenden angekündigt, unter anderem von Apple, dem Investor Henry Kravis (knapp neun Millionen Euro) und der katholischen University of Notre Dame aus Indiana (knapp 90.000 Euro).

Auch in anderen Ländern wird gesammelt

Die French Heritage Society in New York, die sich um den Schutz des französischen Architektur-Erbes kümmert, sammelte allein am Dienstag umgerechnet 35.000 Euro von 510 Einzelspendern ein.

Die ungarische Stadt Szeged versprach unterdessen 10.000 Euro – aus Dankbarkeit über die Hilfe, die sie nach einer Überschwemmung 1879 von Paris bekommen hatte.

Auch in Deutschland gab es immer wieder Spendenaufrufe. Unter anderem appellierte das Erzbistum Berlin am Mittwoch an alle Pfarrgemeinden, ihre Osterkollekte für den Wiederaufbau zur Verfügung zu stellen.  (afp)

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