Iran nimmt Urananreicherung in Atomanlage Fordo offiziell wieder auf

Epoch Times7. November 2019 Aktualisiert: 7. November 2019 10:37
Der Iran hat in der Nacht zu Donnerstag die Urananreicherung in der Atomanlage Fordo offiziell wiederaufgenommen. Die Wiederaufnahme der Urananreicherung in Fordo stellt einen weiteren Schritt zur Abkehr vom internationalen Atomabkommen dar.

Der Iran hat in der Nacht zu Donnerstag die Urananreicherung in der Atomanlage Fordo offiziell wiederaufgenommen. Das teilte die iranische Atomenergiebehörde mit. Die Wiederaufnahme der Urananreicherung in Fordo 180 Kilometer südlich von Teheran stellt einen weiteren Schritt zur Abkehr des Landes vom internationalen Atomabkommen dar.

In der Folge des 2015 geschlossenen Atomabkommens war die Urananreicherung in der unterirdischen Anlage von Fordo eingefroren worden. Die Anzahl der Zentrifugen in den Anlagen Fordo und Natans war im Zuge des Vertrags um mehr als zwei Drittel auf 5060 reduziert worden. Gemäß dem Abkommen hätte der Iran erst ab 2025 die Urananreicherung wieder ausbauen dürfen.

Präsident Hassan Ruhani hatte am Dienstag angekündigt, dass sein Land die Urananreicherung in Fordo wiederaufnehmen werde. Es handele sich um die „vierte Etappe“ des schrittweisen Rückzugs aus dem Atomabkommen. Die EU und Russland reagierten besorgt.

USA wirft Iran „Erpressung“ vor

Die USA haben den vom Iran angekündigten Schritt zur Abkehr vom internationalen Atomabkommen scharf kritisiert.

Die Ausweitung der Urananreicherung sei „ein klarer Versuch der atomaren Erpressung“, der die „politische und wirtschaftliche Isolation“ des Landes verstärken werde, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Dienstag. Die US-Regierung werde ihre Politik des „maximalen Drucks“ gegen Teheran fortführen, bis das Land sein „destabilisierendes Verhalten“ aufgebe.

Zuvor hatten bereits die EU und Russland „besorgt“ auf die Ankündigung Ruhanis reagiert. Frankreich ermahnte den Iran, seinen Verpflichtungen aus dem Atomabkommen von 2015 weiter nachzukommen. (afp)

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Der Öffentlichkeit ist wenig über den Einfluss der KP Chinas auf den Iran bekannt. In der sogenannten „peripheren Strategie“ der Kommunistischen Partei werden Staaten, die die Partei als zentrale Schlüsselstaaten ansieht, etabliert. Der Iran ist einer davon. Schlüsselstaaten sind für China die, die über eine beträchtliche regionale Macht verfügen und die Peking mit seinen Kapazitäten und Ressourcen leiten kann. Weiterhin haben diese Staaten keine direkten Konflikte in Bezug auf strategische Interessen mit der KP China und keine engen gemeinsamen Interessen mit den Vereinigten Staaten.

Im Nahen Osten ist der Iran der Empfänger der größten chinesischen Investitionen. Peking unterhält seit den 1980er Jahren enge wirtschaftliche und militärische Beziehungen zum Iran.

1991 stellte die Internationale Atomenergiebehörde fest, dass die KP China Uran in den Iran exportiert hatte und dass China und der Iran 1990 ein geheimes Atomabkommen unterzeichneten. Als 2002 das iranische Urananreicherungsprojekt bekannt wurde, zogen sich westliche Ölgesellschaften aus dem Land zurück und gaben der KP China damit die Möglichkeit, die Situation zu nutzen und engere Beziehungen zum Iran aufzubauen.

Dank der Unterstützung der KP China konnte der Iran die ihm auferlegte internationale Isolation überstehen und ein breites Arsenal an kurz- bis mittelfristigen ballistischen Raketen sowie Schiffsabwehrraketen entwickeln. Die Chinesen versorgten sie auch mit Seeminen und angriffstauglichen Schnellbooten und halfen dem Iran, ein Projekt für verdeckte chemische Waffen zu realisieren. Diese Tatsachen werden in Kap. 18 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ dargelegt.

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