Trump: Nato „viel stärker“ als vor zwei Tagen

Epoch Times12. July 2018 Aktualisiert: 12. Juli 2018 13:45
Der US-Präsident bekräftigte, weiter zur Nato zu stehen. Alle Nato-Staaten hätten ihre finanziellen Zusagen erheblich aufgestockt, so Präsident Trump.

US-Präsident Donald Trump hat die Nato nach dem zweitägigen Gipfel in Brüssel als „viel stärker“ als zu Beginn des Treffens bezeichnet. „Ich habe gestern erklärt, dass ich mit dem was hier geschieht ausgesprochen unglücklich bin“, sagte Trump am Donnerstagmittag in Brüssel. Dann hätten aber alle Nato-Staaten ihre finanziellen Zusagen „erheblich aufgestockt“, worüber er „sehr froh“ sei. Die Nato stehe jetzt „sehr einheitlich und sehr stark“ da. Der US-Präsident bekräftigte, weiter zur Nato zu stehen.

Trump hatte schon am ersten Gipfeltag am Mittwoch von den Alliierten verlangt, die Militärausgaben sofort auf die im Bündnis angestrebten zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Die Nato hatte 2014 vereinbart, die Verteidigungsausgaben binnen eines Jahrzehnts „Richtung zwei Prozent“ zu erhöhen. Deutschland kommt bisher nur auf 1,24 Prozent. Merkel hatte im Juni zugesichert, dass sie bis 2024 1,5 Prozent anstrebt.

Merkel sprach danach von einem „sehr intensiven Gipfel“, bei dem es „sehr ernste Diskussionen“ gegeben habe. „Ich kann nur zusammenfassen, was das Ergebnis ist“, sagte die Kanzlerin. „Klares Bekenntnis aller zur Nato und eine deutliche Bereitschaft aller auch, angesichts veränderter Sicherheitslagen den eigenen Beitrag zu leisten.“

Nach Berichten von Diplomaten kritisierte Trump am Donnerstag vor der Sondersitzung während eines Treffens mit den Partnerländern Georgien und Ukraine erneut Deutschland wegen zu niedriger Verteidigungsausgaben. Dabei soll er auch erneut den Handelsstreit mit der EU und deutsche Automarken wie BMW angesprochen haben. Am Mittwoch hatte er Deutschland bereits als „Gefangenen Russlands“ wegen der Abhängigkeit von Gaslieferungen bezeichnet.

Merkel wandte sich dagegen, die Themen Sicherheit und Zölle zu vermischen. Die EU habe bei den von den USA verhängten Zöllen auf Stahl und Aluminium aus Europa deutlich gemacht, dass sie gesprächsbereit sei. „Wir können jederzeit über bilaterale Handelsabkommen sprechen“, sagte Merkel mit Blick auf mögliche Vereinbarungen zwischen der für Handelsfragen zuständigen EU und den USA. (afp/dts/nh)

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