Bierhoff: Löw hat «wieder unglaublich viel Spaß»

Epoch Times20. Juli 2019 Aktualisiert: 20. Juli 2019 9:31
Fußball-Bundestrainer Joachim Löw macht auf DFB-Direktor Oliver Bierhoff einen guten Eindruck.„Jogi hat durch den Umbruch in der Mannschaft wieder unglaublich viel Spaß an der Aufgabe. Auf mich wirkt er sehr frisch, sehr kommunikativ“, sagte…

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw macht auf DFB-Direktor Oliver Bierhoff einen guten Eindruck.

„Jogi hat durch den Umbruch in der Mannschaft wieder unglaublich viel Spaß an der Aufgabe. Auf mich wirkt er sehr frisch, sehr kommunikativ“, sagte Bierhoff im Interview der „Süddeutschen Zeitung“. Die Debatte um mögliche Nachfolger sei für ihn „kein Thema, weil Jogi einen Vertrag bis 2022 hat“. Weiter sagte der 52-Jährige: „Unabhängig davon ist es ein tolles Zeichen für unsere jüngste Arbeit, dass wir intern mit Stefan Kuntz und Marcus Sorg gute Trainer haben, die auch in der Öffentlichkeit so wahrgenommen werden.“

Der DFB-Direktor betonte, dass Löws Funktion nicht sei, „die sportliche Richtung für den gesamten DFB vorzugeben“. „Jogi muss in dieser Hinsicht kein Lautsprecher sein.“ Er sage intern seine Meinung.

Mit Blick auf die EM im kommenden Jahr sagte Bierhoff: „Natürlich können wir Europameister werden. Daran müssen wir glauben. Aber wir sind nicht die Favoriten wie 2012 und 2016, andere Nationen sind uns mit der Erfahrung ihrer Teams ein wenig voraus.“ Deutschland habe „tolle neue Spieler, die jedoch am Anfang einer Entwicklung stehen“. Er erwartet deshalb Rückschläge und verlangte Geduld.

In der Ausbildung des Nachwuchses müsse die Spielfreude wieder im Vordergrund stehen. „In den vergangenen Jahren haben wir in Deutschland sehr mannschaftstaktisch ausgebildet, es wurde darauf geachtet, dass die Spieler ihre Aufgaben beherrschen, aber darüber ist etwas verloren gegangen: Individualität, Kreativität, Handlungsschnelligkeit.“ Bierhoff rief die Trainer dazu auf, „manche Dinge im Fußball“ wieder zu vereinfachen und den Fußball nicht zu sehr zu verwissenschaftlichen: „Eine gute Ansprache ist wichtiger als die 35. Analyse der Viererkette.“ (dpa)

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