Recep Tayyip Erdogan (2.v.r.) posiert mit Ilkay Gündogan (l), Mesut Özil (2.v.l.) und Cenk Tosun.Foto: AP/dpa

Effenberg: DFB hätte Özil und Gündogan rauswerfen müssen – Kapitän Neuer gibt den beiden Rückendeckung

Epoch Times15. Juni 2018
Erdogan-Affäre: Der frühere Nationalspieler und TV-Experte Stefan Effenberg meint, der DFB hätte Mesut Özil und Ilkay Gündogan rauswerfen müssen. Anders jedoch gestaltet sich das Bild innerhalb der Mannschaft: Diese zeigt sich demonstrativ geschlossen.

Der DFB kommt in der Erdogan-Affäre um Mesut Özil und Ilkay Gündogan einfach nicht zur Ruhe. Nun hat sich der frühere Nationalspieler und TV-Experte Stefan Effenberg zu Wort gemeldet. Effenberg vermisst ein klares Statement des Deutschen Fußball-Bundes.

„Wenn man auf gewisse Werte setzt, so wie das der DFB immer wieder vermittelt, dann kann die Entscheidung eigentlich nur so ausfallen, dass man die beiden Spieler rauswirft“, erklärt er dem Internetportal „t-online.de“, bei dem er auch als Kolumnist tätig ist.

Effenberg selbst durfte jahrelang nicht mehr für die deutsche Elf spielen, nachdem er Fans bei der WM 1994 den Mittelfinger gezeigt hatte. Die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan waren wegen gemeinsamer Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan scharf in die Kritik geraten.

„Der DFB war damals sehr konsequent und sehr schnell in der Entscheidung. Özil und Gündogan haben jetzt Glück gehabt, dass der DFB in diesem Fall inkonsequent und nicht schnell gehandelt hat“, sagte Effenberg.

Neuer stärkt Kollegen den Rücken

Nun aber hat sich Manuel Neuer erstmals öffentlich zur Diskussion um Ilkay Gündogan und Mesut Özil geäußert und sicherte dabei den beiden „totale Rückendeckung“ der Kollegen in der DFB-Elf zu.

„Das wurde von den Medien debattiert und aufgerollt, und es wurde viel gefragt. Aber in der Mannschaft ist es aktuell kein Thema mehr, wir haben das schon längst abgeschlossen in Südtirol“, sagte Neuer in der ARD.

Man merke, dass „sich beide hinter das Team stellen und versuchen werden, den Fokus auf das Sportliche zu legen, das ist für uns in erster Linie interessant“, so Neuer.

(rm)



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