EM-Quali: Deutsche Basketballer patzen gegen Niederlande

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Paul Zipser war mit 14 Punkten bei der Pleite gegen die Niederlande noch der beste Werfer.Foto: Ina Fassbender/dpa
Epoch Times7. September 2016
Die deutschen Basketballer haben in der EM-Qualifikation einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Bundestrainer Chris Fleming verlor in Oberhausen nach schwacher Leistung gegen die Niederlande mit 71:75 (35:40) und kassierte damit im dritten Spiel die erste Niederlage.

Deutschland, Österreich und die Niederlande haben zum Abschluss der Hinrunde in der Gruppe B nun jeweils eine Bilanz von 2:1-Siegen. Am Samstag geht es für die deutsche Mannschaft in Dänemark weiter. Der Gruppensieger schafft den Sprung zum Turnier 2017 in der Türkei, Finnland, Rumänien und Israel. Zudem qualifizieren sich die vier besten von sieben Gruppenzweiten.

Vor 4686 Zuschauern war Paul Zipser mit 14 Punkten gegen die Niederlande bester Werfer in einer insgesamt enttäuschenden Auswahl des Deutschen Basketball Bundes. Ohne die Stars Dirk Nowitzki und Dennis Schröder fehlt es dem deutschen Team an der nötigen Klasse.

Dabei hatte die deutsche Mannschaft vier Tage nach der schwachen Leistung beim Zittersieg in Österreich konzentriert begonnen. Die Gastgeber zogen schnell auf 13:4 davon und ließen sich auch von einem kleinen Zwischenspurt der Niederländer nicht aus der Ruhe bringen. Dank zweier Dreier von Johannes Voigtmann lag die DBB-Auswahl nach zehn Minuten mit 19:16 vorne.

Auch im zweiten Abschnitt hatte das Fleming-Team das Geschehen zunächst im Griff und setzte sich schnell wieder auf neun Zähler ab (27:18). Doch die Gäste ließen sich nie abschütteln. Zudem zeigte Deutschland nun in der Defensive einige Nachlässigkeiten, die bei den Niederländern vor allem Charlon Kloof zu nutzen wusste (18 Punkte zur Pause). Völlig unerwartet lag die DBB-Auswahl zur Halbzeit daher mit fünf Punkten hinten (35:40). Was auch daran lag, dass Center Tibor Pleiß in den ersten 20 Minuten keinen Wurf versenkte.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich die deutsche Mannschaft zurück in die Partie und glich zum 46:46 aus. Aber dann ging der Rhythmus wieder verloren. Schröder wird in diesem Sommer als Takt- und Ideengeber schmerzlich vermisst. Vor dem Schlussviertel lag Deutschland so weiter mit fünf Zählern hinten.

Fleming versuchte, sein Team immer wieder lautstark wachzurütteln. Es war aber niemand da, der Verantwortung übernahm. Zipser tauchte ab, auch Kapitän Robin Benzing konnte nicht die nötigen Impulse bringen. So setzte es am Ende trotz einer späten Aufholjagd eine Niederlage, die die fest eingeplante EM-Qualifikation in Gefahr geraten lässt.

(dpa)


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