Union Berlin hat den Anschluss an die Aufstiegsplätze wieder hergestellt.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Enges Aufstiegsrennen – Braunschweigs schwarze Schiri-Serie

Epoch Times6. Dezember 2016 Aktualisiert: 6. Dezember 2016 13:40
Union Berlin beweist gegen den entthronten Tabellenführer Braunschweig seine Heimstärke, die Zweitliga-Spitzengruppe schiebt sich noch weiter zusammen. Eintracht-Trainer Lieberknecht hadert mit einer schwarzen Serie der besonderen Art.

Berlin (dpa) – Am Ende eines kalten Berliner Abends hatte Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknechts für das 0:2 bei Union Berlin eine einfache Erklärung: Der Schiedsrichter war schuld.

Auch im 15. Spiel unter der Leitung von Christian Dingert wurde es wieder nichts mit einem Eintracht-Sieg. „Ich habe ihm gesagt, er soll uns einfach mal ablehnen“, sagte Lieberknecht am Mikrofon von Sport1. Der Unparteiische hatte mit dem fünften sieglosen Auswärtsspiel der Braunschweiger nacheinander und dem immer enger werdenden Aufstiegsrennen in der 2. Fußball-Bundesliga jedoch nichts zu tun.

„Uns ist wichtig, was auf der rechten Seite der Tabelle steht. Das sind die Punkte. Links schauen wir nicht hin. Bei uns ist es trotz der Niederlage auch nicht schlecht“, stellte Lieberknecht klar. Braunschweig liegt nun mit 30 Punkten hinter dem neuen Tabellenführer VfB (32), Union Berlin ist als neuer Vierter (28) nur noch einen Zähler vom Dritten Hannover 96 entfernt. Nach dem 16. Spieltag könnte das Feld noch enger zusammenrücken: Bereits am Freitag spielt Union beim Fünften Heidenheim. Braunschweig empfängt Bielefeld, der VfB am Montag dann Hannover.

Union-Präsident Zingler klatschte nach dem Abpfiff jeden seiner Spieler vor dem Gang in die Kabine persönlich ab und war ähnlich zufrieden wie sein Trainer. „Es war unser Ziel, dass wir den Abstand verringern. Jetzt sind wir auf Schlagdistanz“, sagte Jens Keller. „Wenn bei uns viele Dinge zusammenlaufen, können wir im oberen Bereich dabei sein.“

Viel Zeit zur Regeneration bleibt vor dem nächsten Härtetest in Heidenheim nicht. Immerhin hat Union keine neuen Verletzten oder gesperrten Spieler zu beklagen. Das Spiel gegen Braunschweig wurde schnell abgehakt. „Wir sind oben dran – da, wo wir hin wollen“, erklärte Kapitän Felix Kroos. „Wir wissen aber auch, dass es alles nichts nützt, wenn wir nicht nachlegen.“

Gegen die Niedersachsen waren bei eisiger Kälte und schwierigen Platzbedingungen vor allem kämpferische Tugenden gefragt. Einen spielerischen Leckerbissen bekamen die 20 312 Besucher vor allem in der ersten Hälfte nicht geboten. Das Berliner Publikum musste sich mit Dauer-Gesangseinlagen warmhalten.

Simon Hedlund brach den Bann nach der Pause. Der Schwede erzielte mit dem 1:0 (56. Minute) seinen ersten Saisontreffer und zugleich das 500. Zweitligator der Eisernen. Seine starke Leistung krönte Hedlund zudem mit der Vorlage zum 2:0 durch Dennis Daube (82.). „Er hatte eine schwierige Phase. Es dauerte, bis er sich eingelebt hatte“, berichtete Trainer Keller über den Ende August für die geschätzte Union-Rekordsumme von 850 000 Euro verpflichteten Offensivmann aus Schweden. „Wir wussten um seine Qualität. Gegen Braunschweig hat er sie beeindruckend auf den Platz gebracht“, erklärte Keller.

In der Alten Försterei blieb Union in der Hinrunde gegen das Spitzentrio VfB Stuttgart (1:1), Hannover 96 (2:1) und Braunschweig (2:0) unbesiegt. Aber auch auf fremden Plätzen sind die Berliner inzwischen gefestigt. Mit 13 Punkten stehen sie in der Auswärtstabelle derzeit hinter Stuttgart (14) auf Position zwei.


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