VfL Wolfsburg wieder nicht geknackt: RB schafft nur Remis

Epoch Times19. Oktober 2019 Aktualisiert: 19. Oktober 2019 17:33
54 Minuten hielt das Bollwerk der Wolfsburger. Dann traf Timo Werner zur Führung. Das Angreiferduell zwischen dem deutschen Nationalstürmer und dem Niederländer Wout Weghorst endete Remis - wie das Spiel.

Auch RB Leipzig konnte dem VfL Wolfsburg das Verlieren nicht beibringen. Die Mannschaft von Oliver Glasner schaffte dank Stürmer Wout Weghorst in der 82. Minute noch den Ausgleichstreffer und bleibt somit das einzige unbesiegte Team in der Fußball-Bundesliga.

Mit dem 1:1 (0:0) liegt der VfL mit 16 Punkten weiter vor den Leipzigern in der Tabelle. RB blieb somit auch im vierten Pflichtspiel hintereinander sieglos. Vor 39.182 Zuschauern in der Red-Bull-Arena sorgte Timo Werner (54.) nach einem tollen Solo für die Führung der Leipziger, ehe Weghorst ausglich und seinem Team die positive Bilanz rettete.

Die Leipziger wollten „Den Wölfen das Verlieren beibringen!“, wie der Verein vor der Partie getwittert hatt. So startete das Team von Julian Nagelsmann, der für den angeschlagenen Nationalspieler Marcel Halstenberg (Rückenprobleme) Marcelo Saracchi brachte, nach zuletzt drei sieglosen Pflichtspielen auch engagiert. Nationalspieler Werner (5.) sorgte für das erste Achtungszeichen. Doch sein Schuss aus 13 Metern landete direkt in den Armen von VfL-Keeper Pavao Pervan.

Aufregung dann in der 18. Minute: Nach einer Brustannahme spielte Dayot Upamecano den Ball mit dem Fuß riskant als Bogenlampe zum eigenen Keeper. Peter Gulacsi konnte nur mit einer Hand ins Seitenaus klären. Nach langen Diskussionen mit seinem Schiedsrichterteam gab Deniz Aytekin einen indirekten Freistoß im RB-Strafraum. Doch der herausstürzende Gulacsi konnte den Schuss von Maximilian Arnold aus gut zehn Metern abwehren.

Auf der Gegenseite drehte der agile Werner auf. Immer wieder setzte sich der 23-Jährige gut in Szene und rackerte für die Mitspieler – der entscheidende Pass im Strafraum kam jedoch selten an. Als Sturmkollege Yussuf Poulsen für Werner (36.) auflegte, drosch er den Ball halbrechts aus elf Metern übers VfL-Gehäuse. RB drückte enorm, hatte das Spiel komplett im Griff, rannte aber gegen die derzeit beste Abwehr der Liga oft vergebens an. Fast aus dem Nichts hätten die Niedersachsen in der 45. Minute in Führung gehen können. Doch erneut Gulacsi parierte den Schuss von Josip Brekalo mit den Fäusten.

Nach dem Wechsel wehrte VfL-Keeper Pervan einen wuchtigen Schuss von Christopher Nkunku (53) ab. Gleich im nächsten Angriff spielte dann Werner sein ganzes Können aus: Erst setzte er sich nach einem langen Abschlag von Gulacsi im Laufduell gegen Kevin Mbabu durch, umkurvte Pervan und schob zum 1:0 ein. Nach vier torlosen RB-Pflichtspielen war es wie eine Erlösung für ihn. Nagelsmann hatte ihn direkt vor dem Anpfiff noch stark geredet. „Es war bedeutend für seinen Kopf, dass er noch treffen kann“, meinte Nagelsmann zum Werner-Tor für Deutschland im EM-Qualifikationsspiel gegen Estland. Nun zahlte er das Vertrauen mit seinem sechsten Bundesliga-Treffer zurück.

Die Gäste erwachten langsam, hatten plötzlich mehr Spielanteile und erarbeiten sich gute Chancen. So hatte RB Glück in der 72. Minute, als nach einer flachen William-Hereingabe Joao Victor und Weghorst aus Nahdistanz den Ball verpassen. Praktisch mit seiner ersten richtigen Chance traf Weghorst (82.) nach einer William-Flanke zum nicht unverdienten Ausgleich. (dpa)

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