Alba Berlin will den Gewinn des neunten Meistertitels perfekt machen. Trainer Aito Garcia Reneses (l) und seine Spieler stehen zusammen.Foto: Adam Pretty/Getty Images Europe/Pool/dpa/dpa

Historie, Feier, Auszeichnung: Das Wichtigste zum Finale

Epoch Times28. Juni 2020 Aktualisiert: 30. Juni 2020 18:13
Zum Ende des außergewöhnlichen Basketball-Finalturniers will Alba Berlin den Gewinn des neunten Meistertitels perfekt machen. Selbst im Falle einer Niederlage hätte auch der Kontrahent etwas zu feiern - aber unter besonderen Bedingungen.

Die große Party mit Fans wird es nicht – doch die Basketball-Bundesliga verspricht ihrem Meister zumindest eine „würdige und wertige Feier“ unter Corona-Bedingungen.

Zum Ende des außergewöhnlichen Finalturniers in München steht Alba Berlin vor dem neunten Gewinn der deutschen Meisterschaft. Nach dem 88:65-Hinspielsieg gegen die MHP Riesen Ludwigsburg geht der Hauptstadtclub mit einem beruhigenden 23-Punkte-Vorsprung in das zweite Finale am heutigen Sonntag (15.00 Uhr/Sport1 und Magentasport). Die Ergebnisse beider Partien beim Finalturnier in München werden addiert.

Das Wichtigste im Überblick:

HISTORIE: Alba holte 1997 seinen ersten Meistertitel und 2008 den achten und bislang letzten. Die vergangenen zehn Jahre machten der FC Bayern München und Bamberg die Meisterschaft unter sich aus. Die deutschen Basketball-Meister seit 1997 im Überblick:

2019 FC Bayern München 2018 FC Bayern München 2017 Brose Bamberg 2016 Brose Bamberg 2015 Brose Bamberg 2014 FC Bayern München 2013 Brose Baskets 2012 Brose Baskets 2011 Brose Baskets 2010 Brose Baskets 2009 EWE Baskets Oldenburg 2008 Alba Berlin 2007 Brose Baskets 2006 Rheinenergie Köln 2005 GHP Bamberg 2004 Opel Skyliners Frankfurt 2003 Alba Berlin 2002 Alba Berlin 2001 Alba Berlin 2000 Alba Berlin 1999 Alba Berlin 1998 Alba Berlin 1997 Alba Berlin

HISTORIE II: Mit dem neunten Titel könnte Alba zu Brose Bamberg aufschließen. Seit Einführung der Bundesliga in der Saison 1966/67 hat nur Bayer Leverkusen mehr Meisterschaften gewonnen. Die Bundesliga-Meister im Überblick:

Titel Team Jahre 14 Bayer Giants Leverkusen 1970-1972, 1976, 1979, 1985, 1986, 1990-1996 9 Brose Bamberg 2005, 2007, 2010-2013, 2015-2017 8 Alba Berlin 1997-2003, 2008 4 Gießen 46ers 1967, 1968, 1975, 1978 4 BSC Saturn Köln 1981, 1982, 1987, 1988 3 FC Bayern München 2014, 2018, 2019 3 ASC 46 Göttingen 1980, 1983, 1984 2 USC Heidelberg 1973, 1977 1 VfL Osnabrück 1969 1 SSV Hagen 1974 1 Steiner Bayreuth 1989 1 Opel Skyliners Frankfurt 2004 1 Rheinenergie Köln 2006 1 EWE Baskets Oldenburg 2009

Mehrere Teams haben in ihrer Historie den Namen geändert. In dieser Übersicht werden die Namen wie von der BBL angegeben verwendet.

MVP: Da die reguläre Hauptrunde nach gut der Hälfte der Partien wegen der Coronavirus-Krise abgebrochen wurde, vergibt die Liga die regulären Auszeichnungen wie beispielsweise für den wertvollsten Spieler der Saison dieses Jahr nicht. Eine individuelle Trophäe gibt es am Sonntag dennoch – für den wertvollsten Akteur des Finalturniers. Dieser wird von den zehn Kapitänen der teilnehmenden Teams gewählt.

Einer der Anwärter ist Ludwigsburgs Marcos Knight. Der US-Profi zeigte überragende Playoff-Leistungen, musste aber Final-Hinspiel mit einer Fußverletzung aussetzen. „Ich hoffe, dass Marcos am Sonntag spielen und sich diesen Award verdienen kann“, sagte Ludwigsburgs Trainer John Patrick. Alba überzeugte beim Turnier mit geschlossener Teamleistung – Peyton Siva und Luke Sikma wären die heißesten MVP-Kandidaten.

GÄSTE: Auch für das Finale wird die BBL ihr strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept nach eigenen Angaben nicht aufweichen. Was bedeutet, dass die Teams nur eine sehr begrenzte Anzahl an Plätzen auf der ansonsten weitgehend zuschauerleeren Tribüne zur Verfügung haben. Bei Alba sind es sechs – „das ist ein Problem“, sagte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi augenzwinkernd. Die Zahl derer, die das bevorstehende Ende der meisterlosen Zeit in der Halle verfolgen wollen, dürfte deutlich höher liegen.

FEIER: Auch wenn es nicht zum Titel reichen sollte, wäre es die beste Saison in der 60-jährigen Club-Geschichte der Ludwigsburger. Dies wollen die Riesen am Montagabend mit ihren Fans feiern – wegen der Coronakrise im Autokino Kornwestheim. 500 Autos sollen zugelassen werden. Beide Teams wollen noch am Sonntag aus dem Quarantäne- Hotel auschecken und zurückreisen. (dpa)

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