Ingolstädter Abstiegskämpfer hoffen auf nervöse Gegner

Die Chance auf das Happy End ist klein. Ingolstadt glaubt aber auch bei vier Punkten Rückstand daran. Nun muss Leverkusen bezwungen und damit die Konkurrenz im Tabellenkeller nervös gemacht werden.
Titelbild
Ingolstadt-Trainer Maik Walpurgis will die Konkurrenz ins Schwitzen bringen.Foto: Armin Weigel/dpa
Epoch Times5. Mai 2017

Der FC Ingolstadt hat kaum noch etwas zu verlieren im Abstiegskampf. Und genau deshalb sollen die Rivalen nun zittern.

Die Stimme von Trainer Maik Walpurgis blieb zwar ganz ruhig, als er die Botschaft an die Keller-Rivalen sendete. Seine Augen aber schienen sich ein klein wenig zu verfinstern. „Wenn wir gewinnen, wird der ein oder andere Konkurrent unruhig werden“, prophezeite der Coach vor dem Heimspiel gegen das Krisenteam von Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr). „Wenn wir unsere Punkte sammeln, werden sich einige mit dem ersten direkten Abstiegsplatz auseinandersetzen müssen“, meinte Walpurgis.

Angesichts von vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz 16 bei nur noch drei ausstehenden Partien in der Fußball-Bundesliga ist der Optimismus der Schanzer überraschend. Und doch glauben Walpurgis und seine Spieler an das Happy End. Die Rechnung: Mit einem Erfolg über Leverkusen wieder in Schlagdistanz kommen zum Hamburger SV und dem FSV Mainz 05, die gegeneinander spielen, sowie dem VfL Wolfsburg.

„Jetzt sind wir mittendrin“, kommentierte Walpurgis die Situation im Abstiegskampf mit rund einem halben Dutzend involvierter Vereine. Selbst Champions-League-Achtelfinalist Leverkusen auf Tabellenrang zwölf muss mit Sorgen nach unten blicken. Der Vorsprung auf das Krisen-Trio HSV, Mainz und Wolfsburg beträgt nur drei Punkte. Nationalspieler Julian Brandt wird wegen Muskelbeschwerden fehlen. Die Einsätze der Innenverteidiger Ömer Toprak und Jonathan Tah sind offen. „Wir müssen dagegenhalten“, forderte Trainer Tayfun Korkut.

Bayer steht nach einer Pleitensaison mächtig unter Druck. Und die Ingolstädter sind fest entschlossen, Leverkusen noch tiefer in die Bredouille zu stürzen. „Wir sind total heiß“, verkündete Walpurgis und versprach mit Verweis auf den 2:1-Auswärtserfolg im Herbst: „Wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir sie schlagen können. Das wollen wir wiederholen. Wir müssen unseren Weg gehen. Als niemand mehr an uns geglaubt hat, haben wir gezeigt, was in uns steckt.“

Comeback-Qualitäten unter schwierigen Bedingungen hatten die Schanzer in der Saison schon unter Beweis gestellt: Trotz eines katastrophalen Saisonstarts mit nur zwei Punkten aus zehn Spielen haben sie weiter die Chance auf den Klassenverbleib. Zuletzt machten die Oberbayern in einer Englischen Woche neun Punkte auf den Relegationsplatz gut.

Selbst personelle Probleme konnten in der Rückrunde, in der der FCI fünf Zähler mehr einfuhr als Leverkusen, immer wieder kompensiert werden. Am Samstag fehlen Defensiv-Allrounder Roger gelbgesperrt und Mittelfeldspieler Alfredo Morales nach einer Gelb-Roten Karte. „Das ist natürlich kein Wunschszenario“, kommentierte Walpurgis den ständig wiederkehrenden Zwang, seine Startelf umbauen zu müssen.

„Jedes Spiel ist jetzt ein Finale“, sagte Stürmer Stefan Lex. Er gab damit die Marschrichtung vor für die letzten drei Wochenenden im Mai, wenn jede Niederlage fatal sein kann – auch für die Abstiegs-Konkurrenz der motivierten Ingolstädter. (dpa)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion