Nächster Festtag für Klopp und Liverpool

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Jürgen Klopp gewann mit Liverpool das Derby deutlich.Foto:  Peter Powell/dpa
Epoch Times21. April 2016
Erst das denkwürdige Drama gegen Borussia Dortmund, nun der berauschende Derby-Triumph gegen den FC Everton – und trotzdem war Jürgen Klopp nicht zum Feiern zu Mute.

„Normalerweise weiß ich nach einem 4:0 nicht, wie ich das Lachen aus meinem Gesicht bekommen soll. Aber heute muss ich ehrlich sein. Wir müssen die Situation nehmen, wie sie ist“, sagte Klopp nach dem 4:0 gegen Lokalrivale FC Everton und sprach die Knöchel-Verletzung seines zuletzt wichtigsten Stürmers Divock Origi an.

Mit einem brutalen Foul hatte Ramires Funes Mori den Liverpooler Youngster außer Gefecht gesetzt. Dass der Argentinier dafür die Rote Karte sah, war nur ein schwacher Trost für die Reds. Immerhin konnte bei Origi ein Knöchelbruch ausgeschlossen werden. Trotzdem droht dem belgischen Stürmer in den entscheidenden Wochen der Saison eine Auszeit.

Wochen, in die Liverpool mit großem Selbstbewusstsein gehen kann. „Die Rote Revolution nimmt Fahrt auf“, schrieb der „Mirror“ nach dem einseitigen 226. Merseyside-Derby und der „Daily Mail“ formulierte es treffend: „Niemand mag derzeit gegen Liverpool spielen.“

Gut sechs Monate nach seinem Amtsantritt scheint das System Klopp zu funktionieren. Neben dem Halbfinal-Einzug in der Europa League dreht Liverpool auch in der Liga mächtig auf. Zuletzt gab es drei Siege, in der Tabelle ist der 18-malige Meister bis auf den siebten Platz vorgerückt. Angesichts von einem Spiel weniger und einem machbaren Restprogramm könnte die Klopp-Elf sogar noch ins Rennen um die Champions-League-Plätze einsteigen.

Everton war auf diesem Weg kein echter Prüfstein. 13:0 Torschüsse belegen ein einseitiges Spiel. Kein Vergleich mehr zum 1:1 vor einem halben Jahr, als Klopp-Vorgänger Brendan Rodgers letztmals auf der Liverpool-Bank saß. „Ein Derby? Das war eher eine Trainingseinheit für Klopps Reds“, schrieb die Zeitung „Liverpool Echo“.

So konnte Klopp zufrieden eine Zwischenbilanz ziehen. „Wir stehen hier mit 54 Punkten, das ist nicht so schlecht“, betonte Klopp und fügte hinzu: „Wir haben ein richtig gutes Team. Da ist kein Spieler im Kader, wo ich sage: ‚Warum ist er hier?‘ Das Problem ist aber, dass es einige Teams in der Premier League gibt, die nicht so schlecht sind. Man kann jedes Spiel verlieren. Es sieht aber so aus, dass wir auch einige gewinnen können.“

Am Samstag könnte im nächsten Heimspiel gegen Newcastle United die Aufholjagd weitergehen, bevor dann am Donnerstag das nächste Highlight mit dem Halbfinal-Hinspiel in der Europa League beim FC Villarreal wartet.

(dpa)

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