Olympia in Paris mit neuer Disziplin: Suche nach Unterkünften für Helfer

Airbnb, Hotel, Campingplätze und Wohnmobile – zehntausende freiwillige Helfer zu den Olympischen Sommerspielen suchen noch Übernachtungsmöglichkeiten.
Schon jetzt steigen die Hotelpreise mit Blick auf Olympia 2024 in Paris ordentlich an.
Schon jetzt steigen die Hotelpreise mit Blick auf Olympia 2024 in Paris ordentlich an.Foto: -/kyodo/dpa
Epoch Times1. Februar 2024

Durchschnittlich 1.050 Euro für eine Nacht im Airbnb, 1.050 Euro im Hotel: Die Preisinflation in Paris zu den Olympischen Sommerspielen macht nicht nur den sportbegeisterten Besuchern zu schaffen.

Sie trifft auch die zehntausenden freiwilligen Helfer. Vor allem für sie hat Paris 2024 eine neue Disziplin geschaffen: Bezahlbare Unterkünfte zu finden, wenn es kaum finanzielle Hilfen für ihr Engagement gibt.

Insgesamt 30.000 Helfer hat das Organisationskomitee für die Olympischen Sommerspiele ausgewählt, zusammen mit den Paralympics sind es 45.000. 25.000 von ihnen werden an den Austragungsorten im Großraum Paris eingesetzt – und von ihnen können viele nicht Zuhause übernachten.

Im Umland: 342 Euro pro Nacht und mehr

Aber selbst im Umland der französischen Hauptstadt lag der Preis für eine Übernachtung nach jüngsten Angaben des Fremdenverkehrsamts bei durchschnittlich 342 Euro pro Nacht. Das ist viel Geld bei einem über zweiwöchigen Einsatz, wenn nur die täglichen Fahrtkosten und das Essen erstattet werden.

Zwar versichern die Organisatoren, dass die Helfer nach Möglichkeit in der Nähe ihres Wohnortes eingesetzt werden. Doch selbst der Beauftragte der Regierung für die Olympischen Spiele, Michel Cadot, räumte kürzlich bei einer Anhörung im Senat ein, dass die Unterbringungskosten für viele Helfer eine Belastung sein könnten.

Cadot zeigte sich optimistisch, dass viele von ihnen über Beziehungen doch noch eine Bleibe finden werden: „Wer zu solchen Veranstaltungen kommt, lernt viele neuen Freunde kennen“, sagte er.

Die Helfer hätten bei ihrer Bewerbung ja gewusst, dass sie – „abgesehen von ein paar tausend unter ihnen“ – weder bezahlt noch beherbergt würden, betonte er. Und tatsächlich lässt die Ehrenamts-Charta für die Spiele in Paris nur wenige Ausnahmen von dieser Regel zu.

Sponsoren suchen auch nach Unterkünften

Andere Helfer wurden von den Sponsoren der Spiele abgestellt, die dann auch für deren Unterkunft sorgen wollen. Aber selbst Frankreichs Nationales Olympisches Komitee sucht noch nach Lösungen für seine Pariser Helfer.

Zahlreiche Freiwillige haben inzwischen eine andere Lösung gefunden: Camping. Ein halbes Jahr vor den Spielen sind viele der Plätze in der Nähe der Austragungsorte bereits ausgebucht.

„Für die Spiele ist schon jetzt alles belegt – völlig ungewöhnlich für diese Jahreszeit“, sagte eine Angestellte. Auch auf dem Campingplatz Paris-Ost, in dessen Nähe die Kanu- und Kajak-Wettbewerbe stattfinden, ist das letzte Mobilhome für zwei Personen schon weg: Für 166 Euro die Nacht. (afp)



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