Söderholm: Keine Social-Media-Vorschriften bei WM

Epoch Times9. Mai 2019 Aktualisiert: 9. Mai 2019 4:30
Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm gibt sich in Bezug auf die Social-Media-Aktivitäten seiner Spieler liberal. Regeln für die Aktivitäten im Netz gebe es vor dem Start der Weltmeisterschaft im der Slowakei nicht.„Die Spieler wissen…

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm gibt sich in Bezug auf die Social-Media-Aktivitäten seiner Spieler liberal. Regeln für die Aktivitäten im Netz gebe es vor dem Start der Weltmeisterschaft im der Slowakei nicht.

„Die Spieler wissen ziemlich gut, was sie posten und was sie nicht posten. Wir sagen es jedes Mal, dass sie es als Profi halten sollen“, sagte Söderholm der Deutschen Presse-Agentur vor dem WM-Beginn an diesem Freitag.

Fast alle Spieler im deutschen Kader haben insbesondere im sozialen Netzwerk Instagram ein Konto und posten dort regelmäßig Bilder und Videos aus ihrem Alltag auch bei der Nationalmannschaft. „Sie wissen, wann es Zeit ist, zu arbeiten, und wann es Zeit für Freizeit ist“, sagte Söderholm weiter.

Bei der WM 2017 hatte es Aufregung um Torhüter Thomas Greiss gegeben. Zur WM war damals öffentlich geworden, dass sich der Keeper der New York Islanders im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 als Anhänger des später gewählten Donald Trump zu erkennen gegeben hatte. Greiss hatte dabei unter anderem bei Twitter Trumps Konkurrentin Hillary Clinton mit Adolf Hitler verglichen. Für diese WM hatte Greiss verletzt abgesagt. Der Vorfall sei inzwischen abgehakt, hieß es beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) dazu zuletzt. Der Verband hatte seinen Spielern Verhaltensempfehlungen, aber keine Vorschriften gemacht.

„Man muss Respekt vor anderen Menschen haben und vor dem, was man repräsentiert. Bei den Spielern mache ich mir keine Sorgen“, sagte Söderholm, der sich sogar vom DEB nach seiner Berufung zum Bundestrainer im Dezember dazu überreden ließ, auch ein Instagram-Account zu unterhalten. „Das ist eine neue Welt für mich. Ich meine, das gehört anscheinend zu 2019 dazu. Ich bin eher ein bisschen zurückhaltend mit so etwas. Aber ein bisschen was muss man auch von sich preisgeben, was außerhalb des Stadions angeht ist“, sagte Söderholm. (dpa)

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