Robert Leipertz, Marvin Matip und Stefan Kutschke (l-r) vom FC Ingolstadt können die Niederlage nicht fassen.Foto: Armin Weigel/dpa

«Verrückte Liga»: Getrübte Feierlaune beim FC Ingolstadt

Epoch Times5. Dezember 2017 Aktualisiert: 5. Dezember 2017 10:58
Auf dem Sprung nach ganz oben strauchelt der FCI. 28 Torschüsse verpuffen gegen eiskalte Gäste aus Braunschweig. Trainer Leitl fordert noch vor Weihnachten «eine Reaktion auf den Rückschritt».

Die Einstimmung auf ihre Weihnachtsfeier am Dienstagabend hatten sich die Fußballer des FC Ingolstadt ganz anders vorgestellt. Mit einem weiteren Sieg im letzten Heimspiel des Jahres sollte das Projekt direkter Wiederaufstieg in die Bundesliga endgültig richtig Schwung aufnehmen.

Aber dann wurde die fulminante Aufholjagd der Oberbayern von Eintracht Braunschweig abrupt beendet. Und das 0:2 (0:0) wirkte durchaus verstörend auf die Schanzer. „Ich denke, weder die Zuschauer noch Braunschweig noch wir wissen, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist“, rätselte Ex-Nationalspieler Christian Träsch. Dabei war die Antwort einfach: Die auswärts zuvor sieglosen Braunschweiger waren im Gegensatz zu den dominanten Hausherren (28 Torschüsse) gnadenlos effektiv: Suleiman Abdullahi und Hendrick Zuck verwerteten vor 8714 Zuschauern die zwei Eintracht-Chancen nach der Pause – passend zum Wetter – eiskalt.

„Uns hat heute die Gier gefehlt. Es war nicht nur Pech“, erklärte FCI-Stürmer Stefan Kutschke selbstkritisch. „Wir sind selbst schuld. Wir waren haushoch überlegen. Wir müssen die Lehre ziehen, dass wir effektiver sein müssen“, urteilte Außenverteidiger Marcel Gaus. „Wir hatten nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten. Wir haben zwei Fehler gemacht, die zu den Toren geführt haben“, klagte Kutschke.

Nach 17 Punkten aus zuvor sieben Spielen ohne Niederlage verpassten es die Oberbayern, auf Platz vier und in unmittelbare Schlagdistanz zum Führungstrio Holstein Kiel, Fortuna Düsseldorf und 1. FC Nürnberg vorzustoßen. „Wir werden uns schütteln und das abstreifen“, erklärte Trainer Stefan Leitl gleich nach der „bitteren Niederlage“ trotzig.

Der 40-Jährige hatte den Erstliga-Absteiger nach dem krachenden Saisonfehlstart mit drei Niederlagen und der Trennung von Vorgänger Maik Walpurgis auf Platz 18 übernommen und kontinuierlich nach oben herangeführt. „Wichtig ist, als Mannschaft eine Reaktion auf so einen Rückschritt zu zeigen. Es sind noch sechs Punkte zu vergeben bis zur Winterpause“, sagte Leitl mit Blick auf die „zwei extrem schwierigen Auswärtsspiele“ in Kaiserslautern und bei Union Berlin.

„Die Liga ist verrückt“, bemerkte Vereinschef Peter Jackwerth zur Ausgeglichenheit. „Jeder kann jeden schlagen“, sagte auch Kutschke. Den Tabellenvierten Union Berlin und den FC St. Pauli auf Platz 14 trennen sechs Punkte. Die glücklichen Braunschweiger sprangen von Rang 15 auf neun. „Mit zwei, drei Siegen bist du in dieser Liga im Aufstiegskampf, nach zwei, drei Niederlagen im Abstiegskampf“, sagte Ingolstadts Mittelfeldspieler Almog Cohen. „Kopf hoch“ – und weiter, empfahl Cohen nach Spieltag Nummer 16: „Die Saison ist ein Marathon!“ (dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion