Facebook schränkt Epoch Times-Seiten wegen „klimakritischem“ Artikel weiter ein

Epoch Times19. Oktober 2019 Aktualisiert: 28. Oktober 2019 8:23
Unter Berufung auf Facebooks "Kontrollmedium" Correctiv schränkt die Plattform die Reichweite von Beiträgen auf den Facebook Seiten "Epoch Times Welt" und "Epoch Times Panorama" ein. Die ursprüngliche bis 18.10. laufende Einschränkung wurde ohne Angabe von Gründe nun um eine Woche verlängert.

Am 11. Oktober bekamen wir – das Epoch Times Facebook Team – die Benachrichtigung, dass unsere beiden Facebook-Seiten Epoch Times Welt und Epoch Times Panorama temporär eingeschränkt wurden. Wir hatten sofort Einspruch eingelegt und gingen der Sache auf der Grund.

Unter der Rubrik „Seitenqualität“ unserer beiden Facebook-Seiten bekamen wir den Hinweis, dass ein bestimmter „klimakritischer Artikel“ der Auslöser für die Sperrung gewesen war.

Der Artikel „500 Experten rebellieren vor UN-Klimagipfel: „CO2 ist für alles Leben auf der Erde unerlässlich“ von Susanne Ausic wurde am 25. September verfasst und am selben Tag auf der Epoch Times Welt Facebook-Seite und Tags darauf auf Epoch Times Panaroma geteilt.

Doch, laut Facebook hätten wir mit dem Posting dieses Artikels gegen die Facebook-Richtlinien verstoßen. Facebook arbeitet mit „Faktencheckern“ wie Correctiv zusammen, deren Aufgabe darin besteht die Verbreitung von „Fake News“ zu verhindern und „Fakten für die Demokratie“ zu schaffen.

In ihrem Artikel „Offener Brief zum Klimawandel: Weder haben ‚500 Wissenschaftler‘ unterzeichnet, noch stimmen alle Behauptungen“ wirft Correktiv verschiedenen Medien, darunter Tichyseinblick, Unsere Natur, Breitbart und auch uns – der Epoch Times – vor, Falschmeldungen verbreitet zu haben.

Einige Medien berichten über einen offenen Brief an die UN, den 500 Wissenschaftler unterzeichnet haben sollen. Darin wird erklärt, es gebe keinen „Klimanotfall“. Die aufgestellten Thesen sind ohne Kontext und teils irreführend. Außerdem sind nicht alle Unterzeichner Wissenschaftler,“ ist auf der Correctiv-Seite zu lesen.

Die Epoch Times und andere Medien hätten nicht korrekt berichtet. Dazu wurden sechs Behauptungen des Briefes, von Correctiv in deren Analyse „widerlegt“.

Infolgedessen kam Correctiv zu ihrem „Fazit zu den Tatsachenbehauptungen im Brief“:

„Die Aussagen sind – bis auf zwei – zwar in Teilen richtig, sie lassen aber oft zentralen Kontext aus, etwa zu bisheriger Forschung oder der Einschätzung offizieller Stellen. Weil diese wichtigen Positionen fehlen, können die Behauptungen irreführend gelesen werden.“

Die Bewertung oder besser gesagt das Urteil von Correctiv über unseren Artikel – bezogen auf den Brief – lautet „teilweise falsch“:

Unsere Faktencheck-Kollegen von Climate Feedback haben den Brief von sechs Forschern analysieren lassen: Diese kommen zum Schluss, dass seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit insgesamt als ’sehr gering‘ zu bewerten ist. So handele es sich dabei eher um ‚Rosinenpflücken‘, der Brief sei inakkurat und voreingenommen,“ schreibt Correctiv.

Da Facebook Correctiv als Partner hat und Artikel der Organisation als Richtersprüche nimmt, wurde unsere Facebook-Seite damit, dass Beiträge unserer Seite nicht mehr im News Feed angezeigt werden, stark einschränkt. Unsere tägliche Reichweite stürzte ab.

Die „Einschränkung“ vonseiten Facebooks wurde am 18. Oktober ohne Angaben von Gründen um eine weitere Woche verlängert.

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Reaktionen auf „Urteil von Correctiv“

Tichyseinblick veröffentlichte wenige Tage nach dem „Urteil von Correctiv“ einen Artikel mit dem Titel „Wie Correctiv und Facebook gemeinsam Fake-News produzieren“.

Darin schreibt Fritz Vahrenholt, ehemaliger Hamburger Umweltsenator (SPD) und federführend bei der Sammlung deutscher Unterschriften in dem thematisierten Brief:

Darf über einen Brief von mittlerweile 500 Wissenschaftlern und Experten noch berichtet werden, wenn sie den Verlauf des Klimawandels wenig dramatisch sehen? Nicht, wenn es nach Facebook und seinen vermeintlichen Faktencheckern geht. Wahr ist nur, was ‚amtlich‘ ist.“

Dabei verstoßen nicht wir, Verfasser und Verbreiter von Artikeln und Nachrichten, die den wissenschaftlichen Diskus anregen sollen, gegen Richtlinien, sondern vielmehr Facebook gegen das Gesetz.

Facebook, marktbeherrschend, schwingt sich also dazu auf, Artikel 5 des Grundgesetzes auszuhebeln – durch Nicht-Verbreitung, Verleumdung und wirtschaftlichen Schaden.“

Vahrenholt stellt sich die Frage, ob denn die Verbreitung der Nachricht über den offenen Brief überhaupt als „teilweise falsch“ gelten kann?

Aber ist die konkrete Story ‚teilweise falsch‘? Sicherlich nicht – denn die Petition gibt es, ihre Inhalte wurden von TE korrekt wiedergegeben. Nun kann man anderer Meinung sein, ob die Behauptung ‚richtig‘ ist – entscheidend ist aber die Nachricht einer von der Mehrheitsmeinung abweichenden Petition an den UN-Generalsekretär. Bewerten mag das jeder Leser selbst.“

Für Correctiv sei das aber schon deshalb falsch, weil es der Einschätzung  an „offizieller Stellen“ fehle.

Dabei sei gerade das der Kern der Petition und für jeden Leser klar erkennbar: „Sie richtet sich erklärtermaßen gegen den veröffentlichten Mainstream und fordert dazu auf, ‚als Entscheidungsgrundlagen nicht nur die Forschungsergebnisse der Mainstream-Wissenschaftler heranzuziehen. Vielmehr müssten auch die Arbeiten solcher Forscher eingehend analysiert und diskutiert werden, die den derzeit dominierenden Klimamodellen dezidiert kritisch – und zwar auf der Basis seriöser wissenschaftlicher Analysen – gegenüberstehen‘.“

Jedoch sei für Correctiv eine jede „andere, also nicht-staatlich erlaubte Meinung ‚falsch‘.“

Dabei sei der „unabhängige Überprüfer“ von Facebook selbst gar nicht unabhängig.

Der Witz dabei: Correctiv hat bereits dramatische Fake-News in die Welt gesetzt und ist nicht unabhängig. Es wird mittelbar von der George-Soros-Stiftung ‚Open Europe‘ teilfinanziert. Der milliardenschwere Spekulant setzt derzeit wirtschaftlich auf ‚Erneuerbare Energien‘ und der Verdacht liegt nahe, dass er jede Kritik an der Förderung dieser hochsubventionierten Anlagen schon im Vorfeld unterbinden will. Correctiv sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen. Facebook wiederum unterstützt dieses Vorgehen,“ so Vahrenholt.

Recherche

Um zu überprüfen, ob die 500 Menschen auf der Liste den offenen Brief tatsächlich unterzeichnet hätten, kontaktierte Correctiv stichprobenartig zehn Personen, darunter auch Prof. Dr. Klaus D. Döhler.

Nach der Veröffentlichung des Artikels von Correctiv, wies Herr Prof. Dr. Döhler seinerseits Correctiv und die Verfasserin des „Urteils“ Alice Echtermann zurecht und korrigierte sie:

„Sie schrieben, über meine angebliche Professur an der Universität Hannover hätten Sie keine Belege gefunden. Haben Sie denn überhaupt danach gesucht??? Sie schrieben weiter, ich hätte mutmaßlich an der Medizinischen Hochschule Hannover gearbeitet wo mir der Titel ‚Außerplanmäßiger Professor‘ verliehen wurde,“ betont Herr Döhler.

Entweder sind Sie eine grottenschlechteste Rechercheurin, oder aber Sie haben mit voller Absicht die Worte ‚angeblich‚ und ‚mutmaßlich‚ eingefügt, um beim Leser den Eindruck zu erwecken, ich hätte falsche Angaben gemacht und sei deshalb unglaubwürdig.“

Andererseits bedankt sich Herr Döhler bei der Verfasserin für die „Correctiv-Recherche“:

Vielen Dank dafür, dass Sie die ‚European Climate Declaration‚ durch Ihren ‚Correctiv‘ Artikel so publik gemacht haben. Bislang war es ja den deutschen Medien gelungen, eine Veröffentlichung dieser Deklaration an die Vereinten Nationen und an die Europäische Union zu verhindern und im Ausland interessiert Ihr ‚Correctiv‘-Geschreibsel sowieso niemanden. Aufgrund Ihrer Correctiv-‚Recherche‘, obwohl mit vielen bewusst irreführenden Falschaussagen bestückt, weiß nun die deutsche Öffentlichkeit nicht nur, dass es diese Deklaration gibt, sondern auch, dass es eben keinen 99%-igen Konsensus in der Wissenschaft zum Klimawandel gibt. Da nützt es auch nichts, dass Facebook auf Ihr Betreiben hin jeden Hinweis auf die Deklaration zu löschen versucht.“

Mittlerweile wurde der Text bei Correctiv aktualisiert und „mutmaßlich“ in der Biografieangabe von Herrn Döhler gestrichen. Die E-Mail an Correctiv endete mit den Worten: „Ich habe selten einen schlechteren Journalismus erlebt als den Ihren!!!“

Es bleibt abzuwarten, ob Facebook die Einschränkung unserer Seiten aufhebt oder sie nach verstrichener Zeit ein weiteres Mal ohne Angaben von Gründen verlängert. Wir werden Sie darüber informieren.

Update:

Seit Freitag (25. Oktober) sind die Einschränkungen bei Epoch Times Welt und Epoch Times Panorama wieder aufgehoben worden. (rm)