Die Grünen sind die neue Priesterkaste: Der Glaube der „Klimaschützer“ und wie dieser gegen Europa in Stellung gebracht wird

Von 19. Dezember 2018 Aktualisiert: 19. Dezember 2018 11:25
Die Grünen stellen die neue Priesterkaste, die andern – SPD, CDU etc. – springen schnell auf den Zug der "Klimakatastrophe" auf, um an der Macht teilzuhaben. Denn die Angst vor der Katastrophe und der Glaube, diese abwenden zu können, lassen sich wunderbar für Herrschaftszwecke instrumentalisieren. Ein Gastbeitrag von Jürgen Fritz.

In Kattowitz tagte mal wieder eine UN-Klimakonferenz. Unter anderem möchte man, dass die einzelnen Länder nationale Klimaziele regelmäßig einreichen, die dann überprüft werden. Eine „Koalition der Ehrgeizigen“, eine Ländergruppe um die EU und besonders bedrohte Inselstaaten, mahnte weitreichende Beschlüsse an, um die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens umzusetzen. Natürlich gehört die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) zu den Antreibern: Die Welt solle wissen, „dass wir nicht aufhören werden, uns für mehr Ambitionen einzusetzen.“ Unbedingt möchte man die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens umsetzen, um die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius, möglichst sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Doch was steckt hinter dem Ganzen? Könnte es sein, dass es sich hier um einen riesigen Schwindel handelt? Wenn ja, zu welchem Zweck?

Der Glaube der „Klimaschützer“

Betrachten wir zunächst die Argumentation der „Klimaschützer“ oder vielleicht besser: der anthropogenen Klimawandelgläubigen, die auf vier zentralen Thesen beruht:

  1. Es gäbe seit gut 150 Jahren einen signifikanten, ungewöhnlichen Klimawandel, genauer: eine bedenkliche Erwärmung der Erdatmosphäre.
  2. Dieser signifikante Klimawandel sei nicht positiv, sondern durchweg negativ.
  3. Er habe sehr stark mit dem Anstieg der sogenannten Treibhausgase, insbesondere des Kohlenstoffdioxids COin der Erdatmosphäre zu tun. Dieser Anstieg der Treibhausgase sei eine wesentliche Ursache des Klimawandels.
  4. Der Anstieg der Treibhausgase, insbesondere des CO2-Gehaltes in der Luft sei wiederum sehr stark vom Menschen verursacht (anthropogener Ursprung) und hänge zentral mit der Industrialisierung zusammen.

Aus diesen vier Thesen leiten die anthropogenen Klimawandelgläubigen dann ab, dass der Mensch, vor allem aber die Industriestaaten etwas, nein, viel, besser: alles tun müssten, um a) die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren, damit dann b) der CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht immer weiter drastisch ansteige, sodass dann c) die Erderwärmung gedrosselt werde, was dann wiederum d) sehr positiv, ja überlebenswichtig sei.

Michael Limburgs Kritik an dem Klimawandelglauben

Alle vier Thesen sind im Grunde sehr fragwürdig, doch das will inzwischen in den EU-Staaten kaum noch jemand hören, ähnlich wie der Monotheist nicht hören möchte, dass vieles dafür spricht, dass es den Gott, an den er glaubt, höchstwahrscheinlich so gar nicht gibt.

Einer, der diese vier Thesen der anthropogenen Klimagläubigen stark in Zweifel zieht und das, wie mir scheint, mit guten Gründen, ist der Vizepräsident des Europäischen Instituts für Klima & Energie (EIKE), der Dipl.-Ing. Michael Limburg. Bereits vor einigen Jahren nahm er etliche der Thesen und Fehldarstellungen in einer Phoenix-Sendung auseinander:

Henrik Svensmark: Klimaforschung wurde völlig politisiert

Dabei ist Michael Limburg nur einer von vielen echten Wissenschaftlern, der starke und wohlbegründete Zweifel an dem neuen Glauben vorträgt. Es gibt viele weitere, so zum Beispiel der dänische Physiker und Klimaforscher Henrik Svensmark. Von 1998 bis 2004 leitete Svensmark die Sun-climate group am Danish Space Research Institute (DSRI). Seit 2004 ist er Direktor des Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space Center (DNSC).

In einem Interview mit der Welt sagte Svensmark schon vor Jahren: Klimaforschung ist keine normale Wissenschaft mehr. Sie wurde völlig politisiert. In den letzten Jahren besteht gar kein Interesse mehr an neuen Erkenntnissen. Man hat sich auf eine Theorie geeinigt und fertig. Das widerspricht zutiefst den Prinzipien von Wissenschaft.“

Und auf  einen Skandal um Datenmanipulation beim mächtigen britischen Klimaforschungsinstitut CRU (Climate Research Unit), äußerte er sich wie folgt: „Vorher dachte ich, schlimm, dass es so viel Selbstzensur unter Klimaforschern gibt. Jetzt wissen wir, es gab echte Zensur.“ 

Temperaturschwankungen gehen vor allen Dingen auf die Aktivität der Sonne zurück, sind also gar nicht beeinflussbar

Dass das CO2 die Schuld am Klimawandel trage, sei bei den Politikern nahezu Konsens. Diplomaten und Atomkraftmanager, Umweltverbände und EU-Beamte würden an der Theorie des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, Weltklimarat) nicht zweifeln. Der Forscher fragt sich aber, warum sich das Klima in der Vergangenheit immer wieder wandelte, bevor der Mensch Motoren erfand. Und er fand völlig andere Antworten. Seine Arbeiten zeigen, dass andere, größere Systeme das Klima antreiben: die Sonne und die kosmische Strahlung.

Svenmark ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung. Die kosmische Strahlung kann man sich wie einen unsichtbaren Sandsturm aus dem All vorstellen, der auf die Erde niedergeht, ein Sturm aus Protonen, Elektronen und ionisierten Atomen. Diese stammen von explodierten Sternen. Svensmark und sein Team fanden heraus, dass diese winzigen Partikel zum Entstehen der Wolken in der unteren Atmosphäre beitragen. Die Wolkendecke wiederum beeinflusst die Temperatur der Erde.

Dieses Geschehen wird von der Sonne beeinflusst, denn deren Magnetfelder erzeugen Sonnenwinde. Das sind Eruptionen mit einer ungeheuren Energie, eine Milliarde mal stärker als eine Wasserstoffbombe. „Je stärker das Magnetfeld der Sonne“, so Svensmark, „desto mehr schirmt es die Erde gegen den Partikelsturm aus dem All ab.“

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Im Laufe des 20.Jahrhunderts wurde das Magnetfeld der Sonne stärker. Der Globus war in dieser Zeit besonders gut gegen den Partikelsturm abgeschirmt. Es bildeten sich weniger kühlende Wolken, und dadurch wurde es wärmer. „Dieser Prozess“, so der Physiker, „erklärt den größten Teil des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. 

Menschen mögen nicht das Gefühl der Machtlosigkeit: Man muss doch was machen können!

Svensmarks Forschungen werden seit vielen Jahren von den meisten Politikern ignoriert. Auch dieses Phänomen kennt jeder, der sich ein wenig mit Wissenschaftsgeschichte und der Geschichte der Religionen befasst hat. Aber warum mögen Menschen generell solche Erklärung, wie der dänische Wissenschaftler sie liefert, nicht? Und wenn die Menschen sie nicht mögen, dann mögen sie meist auch die demokratisch gewählten Politiker nicht, die sie ja auf die Gunst des Demos angewiesen sind.

„Politiker mögen den Gedanken nicht, dass wir Menschen den größten Teil des Klimageschehens nicht beeinflussen können“, sagt Svenmarks. „Wenn es so ist, gäbe es nichts mehr zu regulieren. Sie würden nicht gebraucht.“ Dann schweigt er einen Moment und sagt: „Dabei wäre es gar nicht so schlimm für sie. Es gibt doch genug Umweltprobleme, um die sie sich kümmern könnten.“

Was wir hier also sehen, ist das immer gleiche Muster. Menschen mögen es nicht, wenn man ihnen sagt, dass es Entwicklungen gibt, die sie nicht beeinflussen können, so wie hier die Sonnenaktivität und die kosmische Strahlung. Dann wären wir dem ja völlig machtlos ausgeliefert!

Das Gefühl der Machtlosigkeit ist aber ein extrem unangenehmes, das für sehr viel Unsicherheit in einem selbst sorgt. Menschen wollen aber keine Unsicherheit, sondern das Gefühl der Geborgenheit und das Gefühl, dass sie die Dinge beeinflussen können, und sei es nur, dass es jemanden gibt, zu dem man beten kann.

Angst vor der Katastrophe und der Glaube, diese abwenden zu können, lassen sich wunderbar für Herrschaftszwecke instrumentalisieren

Noch besser, man hat den Eindruck, man hätte Schein-Zusammenhänge durchschaut und wüsste jetzt genau, was zu tun sei, um die Katastrophe abzuwenden. Menschen wollen immer etwas tun, etwas machen, viel lieber als etwas erforschen und versuchen zu verstehen.

Wenn aber eine Katastrophe droht, dann kann man alle möglichen Maßnahmen, die man aus ganz anderen Gründen gerne umsetzen würde, zum Beispiel die Erste Welt empfindlich zu schwächen, um globale Ungleichheiten abzubauen, nun ideal begründen. Man muss ja doch schließlich die drohende Katastrophe abwenden! „Wollt ihr denn, dass die ganze Welt untergeht?!“.

Außerdem kann man, indem man behauptet, die Menschen der Ersten Welt wären wegen der Industrialisierung und ihres hohen, ressourcenverbrauchenden Lebensstandards für die Katastrophe verantwortlich, diesen ein permanent schlechtes Gewissen einpflanzen. Menschen, die permanent ein zumindest latent schlechtes Gewissen haben, sind aber wiederum leichter lenkbar, weil man sie nur an ihrem wunden Punkt zu packen braucht.

Sobald man es geschafft hat, die Mehrheit der Menschen Glauben zu machen, dass eine solches Armageddon drohe und man die Macht hätte, dies abzuwenden, man müsse nur bestimmte Dinge unbedingt so schnell wie möglich mit aller Konsequenz durchführen, hat man die optimale Legitimation, um alle möglichen Freiheitsrechte der Bürger radikal einzuschränken.

Und jetzt verstehen Sie vielleicht auch den Erfolg der Grünen, welche die neue Priesterkaste stellt, sodass die anderen – SPD, CDU etc. – schnell auf diesen Zug aufspringen, um an dieser Form der Machtausübung, Manipulation und Herrschaftsausübung teilzuhaben. Denn genau das ist ja wiederum das originäre Geschäft der Politikkaste.

Im Original erschienen bei Jürgen Fritz. Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

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