Umwelttechnik als Wachstums- und Jobmotor (BMU)

Wirtschaftsdaten aus der Umwelttechnik – Wachstums- und Jobmotor

Von 30. Juni 2007 Aktualisiert: 30. Juni 2007 8:59
Die Umweltindustrie in Deutschland gilt nicht nur als Wachstumsbranche mit Milliardenumsätzen. Sie wird vor allem als Arbeitgeber immer wichtiger.

Windräder, Sonnenkollektoren oder Recycling – Umwelttechnik hat in den vergangenen Jahren in Deutschland einen unvergleichlichen Boom erlebt. Das kommt nicht nur dem Naturschutz zugute. Die Branche erweist sich zunehmend als Garant für Wachstum und Arbeitsplätze – mit steigender Tendenz. Allein im Bereich der erneuerbaren Energien haben rund 170 000 Menschen einen Job gefunden. 2030 könnten es laut einer Studie des Bundesministeriums für Umwelt (BMU) schon mehr als 300 000 sein. «Erneuerbare Energien geben nachhaltige Impulse für Export, Wachstum und Beschäftigung», sagt Staatssekretär Michael Müller.

Kräftigen Wachstumsschub verlieh den «Erneuerbaren» insbesondere das Erneuerbare Energien Gesetz, das am 1.4. 2000 das erste Mal und am 1.8. 2004 als novellierte Fassung in Kraft trat. Vor allem die Solarwirtschaft in Deutschland sonnte sich zeitweilig in Rekordumsätzen. Der Gesamtumsatz aus Erneuerbaren Energien lag 2005 nach Angaben des BMU bei 16,4 Milliarden Euro. Davon entfielen 6,25 Mrd auf Biomasse, 4,5 Mrd auf Wind, 4,25 Mrd auf Solar, 1.17 Mrd auf Wasser und 270 Millionen auf Erdwärme. Im Vergleich zum Jahr 2000 konnte die Branche bei ihrem Gesamtumsatz damit ein Plus von 43 Prozent erwirtschaften.

Schon jetzt spielt der Export in dem Geschäft mit Wind, Wasserkraft und Sonne eine zentrale Rolle. Insgesamt liegt die Quote bei rund 30 Prozent, in der Wasserkraft-Branche sogar bei 80, für Windenergie bei 50 Prozent – und der Weltmarkt wächst immer weiter. Bis 2020 könnten dem BMU zufolge internationale Investitionen für Erneuerbare-Energie-Anlagen von derzeit 40 Milliarden auf 250 Milliarden Euro steigen; 2030 könnten es schon 460 Milliarden pro Jahr sein. Wie groß der Anteil vom Export-Kuchen ist, der künftig für die deutschen Unternehmen abfällt, hängt nach Ansicht von Experten allerdings auch davon ab, wie diese ihre derzeit sehr guten Chancen nutzen. Japan und die USA sind scharfe Konkurrenten.

Neben den erneuerbaren Energien gilt in der Bundesrepublik auch die Abfallwirtschaft als Umweltbranche mit Zukunft. Zwar wurden die Deutschen für ihre komplizierte Mülltrennung lange belächelt, aber diese ermöglicht nun ein lukratives Recycling-Geschäft. Angesichts immer knapper werdender Rohstoffe wird die Wiederverwertung von Altpapier, Altglas, Schrott und Kunststoffen zu einem ökonomischen Faktor.

Nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Entsorgungswirtschaft spart Deutschland fast vier Milliarden Euro jährlich an Rohstoff- und Energiekosten durch die Gewinnung von Sekundärrohstoffen, so genanntes «Urban Mining». In diesem Bereich arbeiten rund 60 000 Menschen. Insgesamt sind in der deutschen Abfallwirtschaft, die einen Jahresumsatz von 50 Milliarden Euro hat, nach BMU-Angaben 250 000 Menschen beschäftigt.


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